
von Paul L. Janssen
Die Psychotherapie kann auch im Rahmen von somatischen Stationen (z.B. internistischen Stationen) systematisch einbezogen werden.
Zu den Methoden gehören hier tägliche und formalisierte Gespräche von Ärzten mit dem Pflegepersonal, Treffen mit allen an der Patientenbehandlung beteiligten Mitarbeitern, Zusammenarbeit mit erfahrenen Psychosomatikern und Supervision durch Psychotherapeuten. In der Regel sind die Verfahren Kurzzeittherapien oder krankheitsorientierte Gruppenpsychotherapien. Solche Modelle gibt es insbesondere in der Inneren Medizin und in der Neurologie.
Die in 50 Jahren entwickelte Methodik der stationären Psychotherapie ist im Rahmen der DRG (diagnostik related Group)-Diskussion in den Prozedurenkatalog des OPS- 301.2.1 eingegangen. Die Formulierungen der Behandlungselemente sind in der Übersicht zusammengefasst.Die stationäre Psychotherapie kann also im Rahmen der Psychosomatischen Medizin als ein standardisiertes Programm verstanden werden.
Auszug aus Proceduren-Katalog OPS-301.2.1 von DIMDI (2002)
9-402 Hinw.:
Psychosomatische Therapie
Operationalisierte, therapieziel-orientierte stationäre Therapie durch multidisziplinäre Teams
9-402.0 Hinw.:
Psychosomatische und psychotherapeutische Komplexbehandlung
Psychodynamisches oder kognitiv-behaviorales Grundverfahren als reflektierter Mehrpersonen-lnteraktionsprozess mit schriftlicher Behandlungsplanung (1x/Wo.), ärztlicher/psychologischer Einzeltherapie {100 Min./Wo.; ggf. davon 50 Min./Wo. ressourcenäquivalent als Gruppentherapie), Gruppenpsychotherapie (max. 10 Patienten 120 Min./Wo.) und Einsatz spezifischer psychotherapeutischer Techniken (360 Min./Wo.) im standardisierten Setting nach den Regeln der psychosomatischen und psychotherapeutischen Medizin
9-402.1 Hinw.:
Integrierte klinisch-psychosomatische Komplexbehandlung
Stationäre somatische und psychosomatische Behandlung bei akuten und chronischen somatischen Erkrankungen mit psychischer Komorbidität und Copingstörungen, neben der somatischen Therapie durch ärztliche/psychologische Einzeltherapie (100 Min./Wo.) und Einsatz spezifischer psychotherapeutischer Techniken (360 Min./Wo,) im standardisierten Setting nach den Regeln der psychosomatischen und psychotherapeutischen Medizin oder der Pädiatrie
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