
von Gitta Jacob und Prof. Dr. med. Klaus Lieb
Die Lichttherapie wird vor allem zur Behandlung von sogenannten saisonalen Depressionen eingesetzt, die regelmäßig im Herbst/ Winter auftreten. Sie wird mit hellem, weißem Licht durchgeführt, wobei die Beleuchtungsstärke zwischen 2.500 und 10.000 Lux.
Dies entspricht in etwa der Lichtmenge, die ein sonniger Frühlingstag bringt. Sie ist etwa 5 - 20-mal so hoch wie die Beleuchtungsstärke der normalen Raumbeleuchtung. Die Lichttherapie erfolgt durch Lichttherapiegeräte, die aus 6 - 8 40-Watt-Leuchtstoffröhren bestehen und die ca. 60 - 80 cm vom Patienten entfernt aufgestellt werden sollten. Der Patient sollte jede Minute ein paar Sekunden lang direkt ins Licht schauen. Die Lichttherapie kann problemlos während alltäglicher Tätigkeiten wie Lesen, Schreiben, Essen und Ähnlichem durchgeführt werden.
Die Lichtapplikation sollte möglichst morgens erfolgen, wobei die Therapiedauer bei 10.000-Lux-Geräten 30 Min. und bei 2.500- Lux-Geräten ca. 2 Std. betragen sollte. Der positive Therapieeffekt bei saisonalen Depressionen tritt oft bereits nach 3 - 4 Tagen ein und es besteht eine Dosis-Wirkungs-Beziehung, d.h. mit längerer Therapie werden größere Effekte erreicht.
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