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Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik

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Ergotherapie und Arbeitstherapie - Hintergrund

von Gitta Jacob und Prof. Dr. med. Klaus Lieb

Unter der Bezeichnung Ergotherapie werden therapeutische Maßnahmen im Bereich der Beschäftigungs- und Arbeitstherapie zusammengefasst.

Ergotherapie

Abb. 13-6 Ergotherapie

Beschäftigungstherapie

Das Tätigkeitsfeld der Beschäftigungstherapie innerhalb der Psychiatrie ist sehr vielfältig. Es beinhaltet die kreative oder handwerkliche Betätigung (Malen, Tonen, Seidenmalen, Holzarbeiten etc.), aber auch das Training kognitiver Fähigkeiten (z.B. Konzentrationstraining) oder das Einüben alltagsrelevanter Aktivitäten wie z.B. Einkaufen und Kochen oder das Benutzen öffentlicher Verkehrsmittel (Haushaltstraining, Training zur Alltagsbewältigung). Neben der Entwicklung und Entfaltung manueller, kreativer, kognitiver oder alltagsrelevanter Fertigkeiten und der Förderung von Antrieb, Aktivität und Selbstvertrauen dient die Beschäftigungstherapie als Beobachtungs- und Übungsfeld für den Umgang des Patienten mit sich selbst (z.B. Leistungsanspruch, Perfektionismus) und anderen Menschen (Mitpatienten, Therapeuten).

Die Beschäftigungstherapie stellt ein basales Element stationärer therapeutischer Arbeit dar, bildet aber auch einen Bestandteil der ambulanten Behandlung. Sie wird in der Regel als Gruppentherapie, gelegentlich aber auch als Einzelbehandlung durchgeführt.

Arbeitstherapie

Die Arbeitstherapie zielt darauf ab, berufliche Fähigkeiten zu fördern, um dem Patienten die Rückkehr in den Arbeitsprozess zu erleichtern, aber auch darauf, das selbstständige Arbeiten in weiterführenden Behandlungseinrichtungen (z.B. berufliche Rehablitiationsmaßnahmen, Arbeit in einer Behindertenwerkstatt) vorzubereiten. Der Patient arbeitet dabei – abhängig von seinem beruflichen Hintergrund und seinen Fähigkeiten – beispielsweise in der Schreinerwerkstatt oder Gärtnerei der Klinik mit, oder er übernimmt einfachere oder komplexere Tätigkeiten am PC. Als Therapieziele stehen dabei Aspekte wie Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer, Sorgfalt, soziale Kompetenzen und Flexibilität im Mittelpunkt.

letzte Aktualisierung: 04.02.2010
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