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Prostatakarzinom (Prostatakrebs) - Hintergrund / Einleitung

Prostatakarzinom


Beim Prostatakarzinom handelt es sich um eine bösartige Tumorerkrankung der Prostata, an der in Deutschland jedes Jahr mehr als 60 000 Männer erkranken. Über 80 Prozent der betroffenen Männer sind zum Zeitpunkt der Diagnose älter als 60 Jahre. Diagnostiziert wird das Prostatakarzinom in der Regel durch eine Tastuntersuchung, die Bestimmung des PSA-Werts im Blut, eine Ultraschalluntersuchung, eine Prostatabiopsie und eine Röntgenuntersuchung. Zur Behandlung des Prostatakarzinoms stehen mit der radikalen Prostatektomie, d.h. der operativen Entfernung der Prostata, der Bestrahlung, der Hormontherapie und der Chemotherapie verschiedene Therapiemöglichkeiten zur Verfügung.

Häufigkeit des Prostatakarzinoms


Jährlich erkranken in Deutschland mehr als 60 000 Männer an einem Prostatakarzinom. Damit ist das Prostatakarzinom vor Lungen- und Darmkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei ca. 69 Jahren. Etwa 12 000 Männer versterben pro Jahr an den Folgen eines Prostatakarzinoms.

Unterschied des Prostatakarzinoms zu anderen Krebserkrankungen


Das Prostatakarzinom unterscheidet sich in einem entscheidenden Punkt von den meisten anderen Krebsarten. Es handelt sich in der Regel um einen langsam wachsenden Tumor. Deshalb gibt es meist keinen Zeitdruck. Anders als bei anderen Krebserkrankungen gilt beim Prostatakarzinom nicht in jedem Fall die Regel „je früher und aggressiver die Behandlung, desto besser der Erfolg“. Es müssen vielmehr die besten Chancen im Hinblick auf die Behandlungs- und die Lebensqualität des einzelnen Patienten herausgefunden werden. Hierbei werden heutzutage unterschiedliche Therapieformen eingesetzt.


Risikofaktoren und Vorbeugung des Prostatakarzinoms


Ob ein Mann an einem Prostatakarzinom erkrankt, hängt von vielen zum Teil heute noch völlig unbekannten Faktoren ab. Der wichtigste Faktor ist das Alter: über 80 Prozent der Männer, bei denen ein Prostatakarzinom diagnostiziert wird, sind älter als 60 Jahre. Auch die Vererbung spielt eine Rolle. 5 bis 10 Prozent der Prostatakarzinome sind genetisch bedingt. Männer deren Vater oder Bruder an einem Prostatkarzinom leiden, haben ein 2fach höheres Risiko, selbst mit einem Prostatakarzinom diagnostiziert zu werden.

Eine Fülle weiterer Faktoren wurden und werden in der Literatur diskutiert, beispielsweise das Sexualverhalten, Infektionen, Viren, die gutartige Vergrößerung der Prostata, die Ernährung und ökonomische Faktoren. Bisher hat aber keine Studie überzeugende Beweise dafür liefern können, dass diese Faktoren tatsächlich ursächlich für das Entstehen von Prostatakarzinomen sind.

Artikelinformationen zu Prostatakarzinom (Prostatakrebs)
Autor
Dr. Hartwig Schwaibold

Dr. med. Hartwig Schwaibold

Zur Webseite
Dr. Thomas Schöttle

Dr. med. Thomas Schöttle

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