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Bei der Nasenkorrektur wir mit unsichtbaren Schnitten im Inneren der Nase das Knorpel- und Knochengerüst der Nase in chirurgischer Feinarbeit präpariert und entsprechend Ihren Vorstellungen und Wünschen in Form und Größe verändert. Dafür verwendet der Plastische Chirurg feinste Instrumente, die für Knorpel, Knochen und Schleimhäute der Nasen speziell entwickelt wurden. Meistens ist einzu hoher Nasenrücken zu verkleinern, die Nasenspitze anzuheben, die Nasenflügel zu verfeinern und das Knochengerüst zu verschmälern. Schiefnasen haben oft eine Fehlstellung der Nasenscheidewand, die auch die Nasenatmung behindern kann. Die Begradigung der Nasenscheidewand gehört dann ebenfalls zu der Operation.
In Einzelfällen muss auch zusätzliches Gewebe wie Knorpel oder Knochen zum Ausgleich von Sattelnasen oder anderen Defekten eingeplant werden.
Während Sie schlafen, wird die Blutungsneigung der Schleimhäute durch ein gefäßverengendes Mittel vermindert. Die gewünschten Formveränderungen werden sodann von kleinen inneren Schnitten aus vorgenommen. Hierzu wird das Knorpel- und Knochengerüst durch Ablösen der Haut und der Schleimhäute vorübergehend freigelegt. Mit speziell für Nasenplastiken entwickelten Instrumenten kann dann bei einer Höckernase das überschüssige Knochen- und Knorpelgerüst abgetragen und die Nase verschmälert, eine zu lange Nase gekürzt oder die Nasenspitze neu geformt werden. Bei einer schiefen Nase, die häufig durch eine Verletzung entstanden ist, müssen alle Fehlstellungen des Knochen- und Knorpelgerüstes zunächst gelöst und dann in eine korrekte Stellung gebracht werden. Sind alle formenden Maßnahmen ausgeführt, werden die ernährenden Schleimhäute wieder exakt angelegt und mit feinen, selbstauflösenden Fäden vernäht. Zusätzlich werden die inneren Nasengänge mit weichen Silikonschienen, Röhrchen oder Salbengaze geschient. Die Nasenhaut wird mit feinen Pflasterstreifen anmodelliert und eine speziell für Ihre Nase geformte Kunststoffschiene angepaßt.
Bereits 14 Tage vor der Operation sollten Sie auf Schmerzmittel mit Acetylsalicylsäure (z. B. Aspirin, ASS) verzichten, da diese die Blutgerinnung verzögern. Auch Alkohol und Schlafmittel sollten Sie möglichst meiden. Bei der Voruntersuchung wird die Funktion der Atmung und der Zustand der Nasenschleimhäute geprüft. Bei empfindlicher Schleimhaut empfiehlt es sich, eine pflegende Nasensalbe wie Bepanthen oder ölige Nasentropfen 2-3 Wochen vor dem Operationstermin zu verwenden. Chronische Entzündungen im Bereich von Nase, Rachen und Ohren sollten rechtzeitig abgeklärt und behandelt werden.
Unmittelbar nach dem Eingriff ist nur mit leichten Schmerzen, jedoch mit deutlich sichtbaren Schwellungen und Blutergüssen besonders im Wangen- und Unterlidbereich zu rechnen. Beides bildet sich innerhalb von wenigen Tagen wieder zurück. Die innere Schienung der Nasengänge mit den weichen Röhrchen oder den Salbenstreifen wird nach einer Woche schmerzlos entfernt, die äußere Kunststoffschiene sollte tagsüber für 2-3 Wochen getragen werden, um die neue Form der Nase zu stützen. In der ersten Zeit nach der Operation sollten Sie den Kopf im Bett hochlagern.
Da die neue Nasenform erst 3-4 Wochen nach der Operation durch innere Heilung stabil genug ist, sollten Sie auf sportliche Aktivitäten in dieser Zeitverzichten. Im Normalfall werden Sie sich jedoch bereits eine Woche nach der Operation in Ihrer Befindlichkeit und Beweglichkeit kaum beeinträchtigt fühlen. Sollte eine Schwellungstendenz durch Wassereinlagerung oder Narbenbildung auftreten, können Sie dieser mit einer leichten Lymphdrainage entgegenwirken. Falls Sie auf das Tragen einer Brille angewiesen sind, können Sie die Nachbehandlung durch die Anbringung eines speziellen Aufrichtbügels erleichtern. Die operierte Nase ist noch für mehrere Wochen druckempfindlich.
Leiden Sie unter Allergien, wie z.B. gegen Medikamente oder Pflegemittel oder anderen allgemeinen Krankheiten, so müssten Sie diese in jedem Fall Ihrem Arzt mitteilen. Neigen Sie zu auffälligen blauen Flecken, oder haben Sie anhaltende Blutungen nach Bagatellverletzungen, so sollte eine Gerinnungsstörung vor der Operation durch eine geeignete Spezialuntersuchung ausgeschlossen werden.
Die korrekt ausgeführte Nasenplastik stellt für die Gesundheit kein großes Risiko dar. Ernsthafte Komplikationen wie eitrige Wundinfekte, Verletzungen des Tränenkanals, Embolien und Thrombosen sind sogar extrem selten. Nach der Rhinoplastik kann es für mehrere Wochen zu einer Veränderung der Berührungsempfindlichkeit der Nase kommen. Auch in den umliegenden Hautbereichen der Wangen und der Oberlippe kann einige Wochen eine Verminderung der Berührungsempfindlichkeit festgestellt werden. Bei aufwendigen Korrekturen, besonders an der Nasenscheidewand, können Narben und Durchblutungsstörungen der inneren Schleimhäute verbleiben, die im ungünstigsten Fall zu Knorpelschäden führen. Diese sehr seltenen Komplikationen können jedoch auch die Form und die Funktion der Nase beeinträchtigen.
Häufiger sind Formveränderungen, die durch ungleichmäßige Vernarbungen am Knochen- und Knorpelgerüst entstehen. Bilden sich solche Unebenheiten auch nach mehreren Wochen nicht oder nur sehr zögerlich zurück, kann ein weiterer kleiner Eingriff erforderlich sein
Stellen Sie sich darauf ein, dass Sie in der ersten Woche nach der Operation durch die innere und äußere Schienung deutlich behindert sind. In der zweiten Woche können Sie jedoch meistens schon wieder kurze Unternehmungen planen. Die Kunststoffplatte sollte jedoch für weitere zwei Wochen möglichst viel getragen werden, damit die neue FormIhrer Nase endgültig ausheilen kann. Die inneren Nähte lösen sich von selbst auf. Eine pflegende Nasensalbe oder ein Nasenöl hilft den Schleimhäuten, sich schneller zu regenerieren.
Bei einer plastischen Nasenkorrektur wird die Form und Größeentsprechend Ihren Vorstellungen verfeinert und in harmonische Proportionen zu den übrigen Gesichtszügen gebracht. Nasenhöcker und übergroße Nasenflügel können dabei effektiv verkleinert, eine breite Nase verschmälert und eine Schiefnase begradigt werden. Die gewünschte Form lässt sich dann am besten modellieren, wenn ein gutes knöchernes und knorpeliges Nasengerüst und eine normale Nasenschleimhaut vorhanden sind. Bei ausgeprägten Schiefnasen und Sattelnasen muss in Einzelfällen Knorpel oder Knochen transplantiert werden, um eine gute Form und Funktion zu erlangen. Vorausgegangene Verletzungen oder Operationen müssen bei der Planung zu der gewünschten Nasenkorrektur sorgfältig beachtet werden, da sie sonst Probleme bei der Formung der Nase oder der Funktion der Nasenatmung verursachen könnten. Grobporige und fettreiche Haut kann die Ausbildung einer feinen Nasenspitze behindern, sehr feine Haut lässt dagegen die Konturen des Knochen- und Knorpelgerüstes deutlicher hervortreten. Das gewünschte Ergebnis lässt sich mit den modernen plastischen Operationsmethoden in den meisten Fällen erreichen. Kleine Unregelmäßigkeiten im Bereich der Knochen- oder Knorpelkorrekturen, die durch innere Verwachsungen entstehen können, erfordern manchmal eine Nachkorrektur.
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