Muttermal-Entfernung
Die Entfernung eines Muttermals kann aus rein ästhetischen oder aber medizinischen Gründen (Entartungsrisiko bei einigen Arten) gewünscht werden. Die operative Muttermal-Entfernung ist in jedem Fall alternativen Therapien vorzuziehen. Während kleine Muttermale in der Regel problemlos innerhalb von wenigen Minuten in örtlicher Betäubung entfernt werden können, sollte zur Entfernung von größeren Muttermalen, insbesondere im Gesicht, ein Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie aufgesucht werden.
Hintergrund zur Muttermal-Entfernung: Was sind Muttermale? Welche Arten von Muttermalen werden unterschieden?
Muttermale, oder medizinisch Nävi (v. Nävus) genannt, sind definitionsgemäß umschriebene, gutartige Veränderungen der normalen
Haut in Struktur, Pigmentierung und Zellaufbau. Muttermale können isoliert, meistens nicht erblich, als auch erblich bedingt in großer Zahl an der
Haut des gesamten Körpers auftreten. Medizinisch werden eine Vielzahl verschiedener Arten von Muttermalen und deren Untergruppen unterschieden:
- Melanozytäre Nävi (z.B. Sommersprossen, Café-au-lait-Fleck)
- Nävuszellnävi (z.B. behaarter Riesenpigmentzellnävus)
- Epidermale Nävi
- Talgdrüsen-Nävus (Nävus sebaceus)
- Geäßnävi und Hämangiome (Feuermal und Blutschwämme)
Entfernung von Muttermalen
Einerseits kann der Wunsch einer operativen Entfernung eines Muttermals aus rein ästhetischen Gründen entstehen, ohne dass hier eine medizinische Notwendigkeit besteht, andererseits gibt es ebenso medizinische Indikationen der Muttermalentfernung. So besteht bei einigen der oben genannten Arten ein gewisses Risiko der Entartung mit Umwandlung in bösartigen
Hautkrebs. Es wird z.B. empfohlen, auffällige Muttermale regelmäßigen Kontrollen zu unterziehen oder Nävuszellnävi, die größer als 2 cm sind, vor dem 20 Lebensjahr zu entfernen. Bei bestimmten Unterarten treten innerhalb dieser Hautveränderungen sogar in 15 % bösartige Melanome auf. Generell sollte bei Auffälligkeiten eines Muttermals in Größe, Form und Pigmentierung ein Hautarzt aufgesucht werden.
letzte Aktualisierung: 15.05.2012
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