Methoden der Haartransplantation
Es gibt drei Techniken, mit denen - ebenfalls in schmerzfreier örtlicher Betäubung - Öffnungen in der Kopfhaut geschaffen werden:
"Schlitzen": Mit speziellen Skalpellen oder auch Nadeln werden feinste Schlitze in die Kopfhaut geschnitten.
Vorteil: Die Grafts "sitzen" relativ eng in ihren Empfangsöffnungen, wodurch eine gute Zufuhr von Nährstoffen gewährleistet wird, zumal auch die Durchblutung durch das "Schlitzen" vergleichsweise gering beeinträchtigt wird.
Nachteil: Der Druck der Kopfhaut kann die eingepflanzten Haarstücke wieder herausdrücken.
"Stanzen" oder "Bohren": Mit einem Bohrer oder einer Hohlstanze werden Gewebeteile aus der
Haut gebohrt.
Vorteil: Durch die Entfernung der zahlreichen kleinen Hautareale wird die kahle Fläche verkleinert und dafür behaarte
Haut eingesetzt.
Nachteil: Die Wundfläche ist erheblich größer,
Narbenbildung damit vermehrt und die Heilung langwieriger.
"Laser": Anstelle eines Skalpells oder Bohrers wird gebündeltes Licht genutzt, wodurch mittels Gewebeverdampfung kleinste Empfangsöffnungen geschaffen werden.
Vorteil: Die
Narbenbildung ist minimal, die Heilung daher günstig; störende Blutungen werden durch den Laser deutlich reduziert, wodurch das Einsetzen der Grafts erleichtert und damit beschleunigt werden kann. Dies steigert die bereits hohe Überlebensrate der Transplantate noch mehr.
Nachteil: Der Laser ist nur in erfahrenen Händen ein effizientes Instrument. Nach Schaffung aller Empfangskanäle durch eine der vorgenannten Techniken werden die Microtransplantate mit feinsten Pinzetten in die Kanäle eingesetzt.
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Nach der Haartransplantation
Am Tage nach der Haartransplantation erfolgt eine Nachuntersuchung mit medizinischer Haarwäsche. Einige Tage später ist von dem Eingriff praktisch nichts mehr zu sehen. Abhängig vom Haartyp beginnt nach ca. drei bis vier Monaten der neue Haarwuchs. Die
Haare wachsen dann wieder ganz normal etwa einen Zentimeter pro Monat.
letzte Aktualisierung: 15.05.2012
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