Haartransplantation
Um die kahlen Stellen auf dem Kopf zu kaschieren, die in 90 Prozent der Fälle durch erblich bedingten, androgenetischen Haarausfall (Alopecia androgenetica) entstehen, stehen verschiedene Techniken der Haartransplantation zur Verfügung. Eine Haartransplantation wird in der Regel ambulant unter örtlicher Betäubung oder Narkose durchgeführt und dauert etwa 2 bis 4 Stunden. Die Kosten für eine Haartransplantation liegen bei 4000 Euro oder mehr.
Ca. 12 bis 15 Millionen Deutsche neigen zur fortschreitenden Glatzenbildung aufgrund von erblich bedingtem
Haarausfall. Viele der Betroffenen leiden unter dieser Veranlagung erheblich, zumal die Glatzenbildung meist schon zwischen dem 17. und 30. Lebensjahr beginnt. Neben besonderen Erkrankungen, die speziell behandelt werden müssen, beruhen 90 Prozent aller Haarverluste auf der sogenannten "Alopecia androgenetica", also dem männlichen
Haarausfall. Dieser männliche
Haarausfall zeigt sich sowohl bei Männern als auch bei Frauen, wobei Frauen natürlich deutlich weniger betroffen sind und ein unterschiedliches Erscheinungsbild zeigen.
Bei Männern beginnt der
Haarausfall in den "Geheimratsecken" und in der Tonsur am Hinterkopf und breitet sich dann über den gesamten Oberkopf aus. Bei Frauen findet sich in der Regel eine mehr diffuse generelle Verdünnung der gesamten Kopfhaare, wobei erst ein Verlust von mehr als 50 Prozent der
Haare in Erscheinung tritt. Verantwortlich für diesen Haarverlust sind bestimmte männliche
Hormone, die jeder Mensch in sich trägt und bei Frauen zunächst durch ein hohes Aufgebot an weiblichen Hormonen nicht zum Tragen kommen. Die restlichen 10% aller Haarverluste beruhen auf speziellen inneren Erkrankungen oder Fehl- bzw. Mangelerscheinungen. Weitere Ursachen für Haarverluste liegen in Unfall- und Brandverletzungen, Narbenbildungen nach kosmetischen Eingriffen, wie z. B. "
Facelifting" oder ähnliches.
Haartransplantation bei Haarausfall
Eine Haartransplantation ist eine Möglichkeit, um die auf dem Kopf entstehenden kahlen Stellen und die fortschreitende Glatzenbildung zu kaschieren.
Vorgehen bei einer Haartransplantation
Die Reduktion: In manchen Fällen ist die Kopfhaut so flexibel, daß ein Teil der kahlen Stelle herausgeschnitten und die behaarte Restfläche zusammengenäht werden kann. An der Nahtstelle bleibt in der Regel eine feine Narbe zurück, die später durch eine Haartransplantation bedeckt werden kann.
Eigenhaartransplantation: Voraussetzung für die Haartransplantation eigener Haarer ist ein ausreichender, gesunder Haarkranz. In der Mehrzahl der Fälle bleibt dieser auch Männern mit fortschreitender Glatze bis an ihr Lebensende erhalten. Aus dem Haarkranz, der also genetisch bedingt in den meisten Fällen nicht vom
Haarausfall betroffen ist, wird unter örtlicher Betäubung und eventuellem Dämmerschlaf ein dichtbehaarter, schmaler Hautstreifen entnommen. Die Entnahmestelle wird fein vernäht und ist durch das darüberliegende Haar nicht mehr sichtbar. Die optische Wirkung des Haarkranzes wird durch die Haartransplantation nicht beeinflußt.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012
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