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Hartnäckige Fettpolster lassen sich selbst mit strengen Diäten, Gymnastik und speziellen Cellulite-Behandlungen nicht bekämpfen. Sie sitzen meistens da, wo sie besonders stören, und beeinträchtigen nicht nur den ästhetischen Gesamteindruck der Körperproportionen, sondern auch das Selbstbewußtsein vieler Menschen. Mit der Fettabsaugung (Liposuktion) kann das Körperbild sehr gut und dauerhaft korrigiert werden. Insbesondere bei örtlichen Fettdepots an den Hüften, am Bauch, an den Fesseln, am Oberkörper und unter dem Kinn lassen sich hervorragende Ergebnisse durch die Fettabsaugung erzielen. Eine Fettabsaugung erfolgt immer aus ästhetischen Gründen und ist generell keine Frage des Alters. Wenn Sie sich für eine Fettabsaugung entscheiden, sollte Ihre Haut jedoch noch straff und elastisch sein.
Durch einen Minihautschnitt an möglichst unauffälliger Stelle wird eine Kanüle in das Fettdepot eingeführt, und die überschüssigen Fettzellen werden abgesaugt. Die Unterhautfettzellen sind traubenähnlich in dünne bindegewebige Hüllen verpackt. Diese werden mit der Kanüle durchtrennt, und das Fett wird durch den Unterdruck aus seiner Hülle herausgesaugt. Die Fettträubchen können zwischen 0,5 und 2 cm groß sein. Die Kunst des Chirurgen besteht bei der Fettabsaugung darin, mit viel Fingerspitzengefühl durch die Haut zu ertasten, was an Fettgewebe entfernt und was erhalten werden soll. Ziel dabei ist nicht, alle Fettzellen radikal zu entfernen, sondern eine neue, ebenmäßige Kontur zu gestalten.
Unmittelbar nach dem Eingriff ist mit leichten Schmerzen und mit Blutergüssen zu rechnen. Beides bildet sich innerhalb von Tagen bis mehreren Wochen wieder zurück. Schwellungen der betroffenen Areale sind, wie bei jeder Operation, auch bei der Liposuktion völlig normal. Diese gehen jedoch innerhalb von 3 Monatenvöllig zurück. Ein endgültiges Ergebnis kann in den meisten Fällen erst nach 6 bis 9 Monaten beurteilt werden. Die Hautschnitte hinterlassenkleine Narben, die im Laufe der Zeit verblassen und kaum noch erkennbarsein werden.
Je nach Veranlagung kann es insbesondere bei größeren Eingriffen zueiner kurz zeitigen Arbeitsunfähigkeit kommen. Im Normalfall werden Siesich in Ihrer Befindlichkeit und Beweglichkeit aber kaum beeinträchtigt fühlen. Auf Sport sollten Sie jedoch je nach Art und Ausmaß derLiposuction für die ersten Wochen nach der Operation verzichten. Auch Massagen und sonstige übermäßige Beanspruchungen sind zu vermeiden. Mit kalten Duschen können Sie die Durchblutung gut anregen und den Heilungsprozeß unterstützen.
Leiden Sie unter Allergien, wie z.B. gegen Medikamente oder Pflegemittel, oder anderen Krankheiten, so müssen Sie dies in jedem Fall Ihrem Arzt mitteilen. Neigen Sie zu auffälligen blauen Flecken oder haben Sie anhaltende Blutungen nach Bagatellverletzungen, so sollte eine Gerinnungsstörung vor der Operation durch eine geeignete Untersuchung ausgeschlossen werden.
Nach der Liposuktion kann es für mehrere Wochen zu einer Veränderung der Berührungsempfindlichkeit mit Taubheitsgefühlen kommen. Bei entsprechender Veranlagung oder bei nicht konsequenter Bandagierung können Blutergüsse oder Narbenplatten entstehen. Diese werden als oberflächliche Unebenheiten erkennbar. Bilden sich diese auch nachmehreren Wochen nicht oder nur sehr zögerlich zurück, kann ein weiterer kleiner Eingriff erforderlich sein. Werden größere Mengen von Fettgewebe entfernt, kann es zu vermehrtem Verlust vonGewebe-flüssigkeit bzw. Blut kommen, der durch Infusionen oder Blutkonserven wieder ausgeglichen werden muß. In sehr seltenen Fällensind Embolien von Gerinnseln beschrieben worden, die einer intensivmedizinischen Behandlung bedürfen. Diese Möglichkeit ist jedochsehr umstritten, und wir weisen hier nur der Vollständigkeit wegen darauf hin.
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