Spektrum der angebotenen rekonstruktiven Operationen bei Brustkrebs
Subkutane Masketomie mit Implantateinlage
Bei einer Brusterkrankung kommt es darauf an, den bösartigen Tumor vollständig zu entfernen. Der Standardeingriff hierfür ist bei uns die brusterhaltende
Therapie, d.h. die vollständige Entfernung des Brustkrebses, die partielle Entfernung des axillären Lymphknoten, sowie eine Nachbestrahlung der operierten Brust. In einigen Fällen kann durch eine
brusterhaltende Operation der Tumor nicht vollständig entfernt werden. In diesen Fällen wird üblicherweise die Brust komplett entfernt. Als Alternative hierzu bietet sich in einigen Fällen die subkutane
Mastektomie mit Protheseneinlage an. Hierbei wird der Brustdrüsenkörper unter der
Haut, unter Belassung der Brustwarze, vollständig entfernt und durch eine
Prothese ersetzt. Die Nachbestrahlung der Brust entfällt nach diesem Eingriff in der Regel.
Einlage eines Expanderimplantats unter den Musculus pectoralis
In einigen Fällen ist eine Entfernung der gesamten Brust durchgeführt oder unumgänglich geworden. Eine Möglichkeit der
Brustrekonstruktion besteht hierbei in der Einlage einer Dehnungsprothese unter den Brustmuskel. Die
Prothese wird in bestimmten Abständen mit Kochsalz aufgefüllt und dehnt den Brustmuskel sowie die darüberliegende
Haut. Nach ca. drei Monaten kann die Expanderprothese dann durch eine definitive
Prothese ersetzt werden. Bei diesem Eingriff wird dann in der Regel gleichzeitig die Brustwarze mit rekonstruiert.
Im Zustand nach Entfernung der kompletten Brust bietet sich als eine Variante der Rekonstruktion mit körpereigenem Gewebe der
Latissimus dorsi flap an. Hierbei wird über einen versteckt liegenden Schnitt am Rücken ein Teil des Musculus
latissimus dorsi ausgelöst und am Gefäßstiel zur Brustwand herübergeschwenkt. Die Lappenplastik wird anschließend als Brust geformt und an der Brustwand eingenäht. Die Durchblutung dieser neugeschaffenen Brust wird durch die ursprünglichen am Rücken verlaufenden Gefäße weiter beibehalten. Diese Technik ist auch geeignet, wenn nach brusterhaltender
Therapie einer Brustkrebserkrankung soviel von der Brust entfernt werden mußte, daß diese dann deutlich kleiner als die Gegenseite ist. Auch in diesen Fällen kann der fehlende Brustanteil durch eine solche
Latissimus dorsi-Lappentechnik ersetzt werden.
TRAM-Lappenplastik
Bei der TRAM-Lappenplastik handelt es sich ebenfalls um eine Rekonstruktion der gesamten Brust durch körpereigenes Gewebe. In dem
Haut-, Fett- und Muskelgewebe vom Bauch herauspräpariert und nach oben an die Brustwand geschwenkt werden, können hierbei auch größere Brüste rekonstruiert werden. Die Durchblutung wird wiederum durch die ursprünglichen Gefäße gewährleistet. Die Bauchdecke wird bei diesem Eingriff zugleich gestrafft.
letzte Aktualisierung: 03.02.2012