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Übergroße, hängende Brüste können nicht nur das Körperbewußtsein einer Frau sehr stark beeinträchtigen, sondern auch zu schmerzhaften Veränderungen führen, die vor allem in den Bereichen von Brust, Nacken und Rücken auftreten. Wenn Sie darunter leiden und Sie sich bei Ihren körperlichen und sexuellen Aktivitäten durch Ihre Brüste gehemmt fühlen, können Sie eine Brustverkleinerung (im Fachjargon: Reduktions-Mammaplastik) in Betracht ziehen. Auch normal große Brüste, die nach Schwangerschaften oder Gewichtsabnahme an Fülle, Elastizität und Spannkraft verloren haben, können mit einer Brustverkleinerung korrigiert werden. Mit einer Bruststraffung (im Fachjargon: Mastopexie), die übrigens auch mit einem Brustimplantat kombiniert werden kann, erhalten Sie festere und jugendlichere Brüste, die Ihre Körperproportionen sehr zum positiven verändern werden. Beide Operationen können prinzipiell in jedem Alter durchgeführt werden. Als wichtige Voraussetzung gilt jedoch, dass Ihr Körperwachstum abgeschlossen und Ihre Brüste voll entwickelt sind.
Bei der Brustverkleinerung und Bruststraffung wird eine kleinere, leichtere und festere Brust dadurch erreicht, dass überflüssiges Haut- und Brustgewebe im unteren Brustbereich entfernt wird. Mit den verbleibenden oberen Anteilen formt der Chirurg eine neue Brust. Für optimale Ergebnisse kann es zusätzlich erforderlich sein, überschüssiges Fettgewebe zu entfernen oder ein Brustimplantat einzusetzen. Mamille und Brustwarzen werden normalerweise zusammen mit Nerven und Blutgefäßen versetzt. Dadurch ist gewährleistet, dass Sie auch nach dem Eingriff weitgehend normal empfinden und meistens sogar Ihre Fähigkeit zum Stillen behalten. Bevor Sie sich zu einer Brustverkleinerung oder -straffung entschließen, sollten Sie sich ausführlich mit Ihrem Chirurgen beraten, welche Ergebnisse unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Vorstellungen und körperlichen Voraussetzungen erzielt werden können.
Der Eingriff wird in der Regelstationär durchgeführt. Die notwendigen Voruntersuchungen werden am Vortag Ihres Termins in der Klinik durchgeführt. Dabei haben Sie auch Gelegenheit, die Narkose mit dem Anästhesisten zu besprechen. Je nach Eingriff ist mit einem Klinikaufenthalt von 3 bis 8 Tagen zu rechnen.
Unmittelbar nach der Operation und während der nächsten Tage werden Sie leichte Schmerzenempfinden. Außerdem wird es, wie nach jedem operativen Eingriff, zu mehr oder weniger starken Schwellungen und Blutergüssen kommen, die sich jedoch im Laufe von mehreren Tagen und Wochen wieder zurückbilden. Auch die Berührungsempfindlichkeit Ihrer Brustwarzen kann nach dem Eingriff zunächst beeinträchtigt sein, und es kann Monate dauern, bis Sie wieder normal empfinden. Ein endgültiges Ergebnis kann in den meisten Fällen nach ca. 6 Monaten beurteilt werden. Die Narben und eventuelle Verhärtungen im Gewebeverbessern sich sogar noch während der folgenden 1 bis 2 Jahre, so dass sie schließlich unauffällig, wenn auch nichtunsichtbar werden.
Leiden Sie unter Allergien, wie z.B. gegen Medikamente oder Pflegemittel, oder anderen Krankheiten, so müssen Sie dies in jedem Fall Ihrem Arzt mitteilen. Neigen Sie zu auffälligen blauen Flecken, oder haben Sie anhaltende Blutungen nach Bagatellverletzungen, so sollte eine Gerinnungsstörung schon einige Wochen vor der Operation durch eine geeignete Untersuchung ausgeschlossen werden. Außerdem sollten Sie es Ihrem Chirurgen unbedingt mitteilen, wenn Sie eine starke Gewichtsreduktion oder eine Schwangerschaft planen.In beiden Fällen kann sich die Brustform stark verändern und das Operationsergebnis beeinträchtigen.
Wie bei jeder Operation kann es durch Wundheilungsstörungen zu unschönen Narben, dauerhaften Spannungen, Schmerzen und Blutergüssen sowie zu Infektionen kommen. Sowie Sie etwas Beunruhigendes feststellen, sollten Sie mit Ihrem Chirurgen darüber sprechen. Er berät Sie gerne ausführlich und informiert Sie gegebenenfalls übe eine geeignete Nachbehandlung. Durch den postoperativen Heilungsprozess kannes durch Veränderungen der betroffenen Haut- und Geweberegionen zu leichten Unterschieden der Brustform kommen. Derartige Veränderungen können durch einen weiteren kleinen Eingriff korrigiert werden. Besonders bei großen Reduktionsgewichten von mehr als 500 g pro Seite ist ein Sensibilitätsverlust an der Brustwarze nicht ausgeschlossen. In sehr seltenen Fällen können Durchblutungsstörungen dazu führen, dass Gewebe (auch im Bereichder Brustwarzen) abgestoßen wird. In diesem Fall müßte mit einem erneuten Eingriff das betroffene Gewebe durch körpereigene Haut ersetzt werden.
Bereits wenige Tage nach der Operation ist Ihre normale Befindlichkeit weitgehend wiederhergestellt, und nach 3 bis 4 Wochen sind Sie wieder voll arbeitsfähig. Je nach Naht- und Verbandtechnik können Sie nach wenigen Tagen wieder wie gewohnt duschen und mit der Hautpflegebeginnen. Resorbierbare Fäden lösen sich von selbst auf, andere Fäden verbleiben bis zu 5 Wochen, um eine feine Narbenbildungz uunterstützen. Sobald das Befinden es erlaubt, sollten Sie baldmöglichst nach dem Entfernen von Verbänden und Fäden einen Büstenhalter tragen. Dieser sollte optimal sitzen, Ihre Brust stützen und sie nicht einengen. Diesen Büstenhalte rmüssen Sie mindestens 3 Wochen rund um die Uhr tragen. Dergleichmäßige Druck des Büstenhalters wirkt einer überschießenden Narbenbildung entgegen. Über alle weiteren Maßnahmen zur individuellen Nachbehandlung sowie über Kontrolluntersuchungen und entsprechende Termine werden Sie bei der Entlassung aus der Klinik informiert werden.
Während der ersten Wochen sollten Sie die Oberarme sehr vorsichtig bewegen und schnelles Dehnen und Strecken vermeiden. Auch ist es wichtig, dass Sie keinesfalls auf dem Bauch, sondern in Rückenlage schlafen, um die innere Wundheilung nicht zu stören. Sie, und natürlich auch Ihr Sexualpartner, sollten die nächsten 2 Monate äußerst behutsam mit Ihren Brüsten umgehen und jede Überbeanspruchung vermeiden. Dies gilt auch für sportliche Aktivitäten und Haushaltsarbeiten, wie z.B. Bügeln und Fenster putzen. Mit kalten Duschen können Sie die Durchblutung gut anregen und den Heilungsprozess unterstützen. Bei Schwellungen und Spannungen in den ersten Wochen können Lymphdrainagen hilfreich sein. Bei Rötung, Schmerz oder Wundnässe sollten Sie den behandelnden Arzt oder Ihren Hausarzt informieren.
Mit einer Brustverkleinerung oder-straffung werden Größe und Form Ihrer Brüste dauerhaft verändert. Dennoch werden sich im Lauf der Jahre der natürliche Alterungsprozess, Gewichtsveränderungen und die Schwerkraft auf die Form Ihrer Brüste auswirken. In diesem Fall kann durch einen erneuten Eingriff das Aussehen Ihrer Brüste wieder verjüngt werden.
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