Eine Brustrekonstruktion nach der Brustkrebsbehandlung bedeutet nicht nur eine körperliche Veränderung, sondern kann auch ein psychologischer Meilenstein in der Überwindung der persönlichen Krankheitsgeschichte sein. Neben dem Brustwiederaufbau mit Implantaten steht die Brustrekonstruktion mit Eigengewebe heute im Fokus.
Die Brustrekonstruktion als Chance nach der Brustkrebsbehandlung
Jede 10. Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an
Brustkrebs. Jährlich sind dies rund 57 000 Frauen in Deutschland. Laut einer Umfrage des Bundesverbandes ‘Frauenselbsthilfe nach
Krebs e.V.’ wissen weniger als 10 % der betroffenen Frauen von den unterschiedlichen Möglichkeiten für die Wiederherstellung der Brust. Durch einen plastischen
Chirurgen können Sie hierzu wertvolle Informationen erhalten.
Zunächst steht die Heilung der Tumorerkrankung an erster Stelle. Doch wenn die langwierige
Therapie wie unter Umständen die Abnahme der Brust,
Chemotherapie oder
Bestrahlung überstanden ist, regt sich bei vielen Frauen der Wunsch nach Vervollständigung ihrer Weiblichkeit und die
Brustrekonstruktion stellt für viele Frauen ein psychologischer Meilenstein in der Überwindung ihrer persönlichen Krankheitsgeschichte und Krankheitsbewältigung dar. Erinnern doch die zum Teil sehr unschönen Narben bei jedem Blick in den Spiegel an die überstandene Erkrankung. Das seelische Befinden trägt einen nicht unwesentlichen Teil zum Genesungsprozess bei. Wir wissen heute, dass ein positives Körper- und Seelenbefinden einen wichtigen Einfluss auf die Entwicklung eines Menschen haben.
Die
Brustrekonstruktion nach
Brustkrebs ist ein wichtiger Bereich der Plastisch-Rekonstruktiven
Chirurgie. Heute stehen betroffenen Frauen unterschiedlichste
Methoden zur Verfügung, wenn sie ihre Brust wieder aufbauen lassen möchten:
Neben dem
Brustwiederaufbau mit Implantaten steht die
Brustrekonstruktion mit Eigengewebe heute im Fokus, weil dadurch dauerhaft natürlichere Ergebnisse erzielt werden. Durch neue Verfahren, optimale Operationsplanung und
Mikrochirurgie kann diese heute viel schonender erfolgen als noch vor wenigen Jahren.
Wenn die erkrankte Brust nicht bestrahlt werden muss, kann sofort mit der
Brustrekonstruktion begonnen werden – sogar schon während der Brustabnahme.
Wird die gesamte Brust abladiert und nicht bestrahlt, können ebenfalls bereits während der Ablation erste Schritte zum Wiederaufbau eingeleitet werden, wie der Einsatz eines Expanders. Ist eine
Bestrahlung geplant, kann der Aufbau später erfolgen, wenn sich die
Haut regeneriert hat. Unter diesen Umständen ist meist die
Brustrekonstruktion mit Eigengewebe zu empfehlen. Prinzipiell ist es noch Jahre nach einer Brustabnahme möglich, die Brust erfolgreich wiederherzustellen.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012
Artikelinformationen zu Brustrekonstruktion