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Wirbelkörperbrüche bei Osteoporose - Hintergrund / Einleitung

Wirbelbrüche bei Osteoporose

Die Osteoporose ist eine Erkrankung des gesamten Skelettsystems. Neben der klinischen Symptomatik hat die Osteoporose eine herausragende sozialmedizinische Bedeutung. In Deutschland sind ca. 5 Millionen Menschen betroffen. Aus der Verringerung der Knochenmasse und der Zerstörung der knöchernen Binnenstruktur resultiert ein erhöhtes Knochenbruchrisiko.

Allein die Therapie dieser Frakturen und deren unmittelbaren Folgen beziffern sich jährlich auf über 5 Milliarden Euro. Nach dem ersten Knochenbruch ist das Risiko für weitere Frakturen innerhalb eines Jahres um das 8-10-fache erhöht. Trotzdem erfolgt eine medikamentöse Osteoporosetherapie nach osteoporose-bedingten Frakturen nur bei 10 % bis 15 % der betroffenen Patienten.

ortho-19.jpgWirbelkörperbrüche führen häufig zu dauerhaften Veränderungen der Form und Stellung der Wirbelkörper. Das bekannteste Beispiel ist die Buckelbildung. Chronische Beschwerden am Bewegungsapparat bis zur Invalidität und Pflegebedürftigkeit sind die Folge. Ziel der Therapie ist es daher, Frakturen zu verhindern, bzw. eine optimale Ausheilungsstellung bereits eingetretener Frakturen zu erreichen und damit die Aktivierung der Betroffenen zu beschleunigen. Daraus folgt eine verbesserte Mobilität und somit Sicherstellung der Selbstversorgung des Patienten. Die bisherige konventionelle Behandlung der osteoporose- bedingten Wirbelfrakturen, kann die eingetretenen Knochenveränderungen (Abb. 1) an der Wirbelsäule nicht rückgängig machen. Sie kann nur ihre Beschwerden durch Schmerzmittelgabe lindern und möglicherweise weitere Frakturen verhindern.

Zur raschen Schmerzreduktion, Stabilisierung der eingebrochenen Wirbelkörpern und bei zeitnaher Durchführung auch Wiederaufrichtung kann Knochenzement in die betroffenen Wirbelkörper eingebracht werden.

letzte Aktualisierung: 04.02.2010
Autor - Dr. med. Stephan Schmolke 
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