
Vaskulitis (Mehrzahl: Vaskulitiden) ist eine Entzündung von Blutgefäßen. Sie sind im ärztlichen Alltag sehr selten und gehören gleichzeitig zu den facettenreichsten Krankheitsbildern, da prinzipiell Blutgefäße in allen Organen erkranken können. Ein Vaskulitis- Patient ist in der Regel überall „der Einzige“, dies führt naturgemäß bei Ärzten, Familie und Freunden zu Unsicherheiten. Deshalb ist neben der medizinischen Betreuung, die Ärzte aller Fachrichtungen einbeziehen muss, die umfassende Information des Betroffenen selbst von herausragender Bedeutung.
Häufigkeit und Auslöser
Zwischen 40 und 50 Menschen pro 1 Mio. Einwohner erkranken jährlich in Deutschland neu an einer Vaskulitis. Vaskulitiden können in jedem Lebensalter, bei Männern und Frauen gleichermaßen, auftreten. Vaskulitiden können im Gefolge anderer Krankheiten entstehen (sekundäre Vaskulitis), z.B. bei rheumatischen Krankheiten. Aber auch Infektionskrankheiten (z.B. bei der Virus-Hepatitis) oder auch Tumorleiden können zu einer Vaskulitis führen. Sogar Medikamente können eine Vaskulitis auslösen. Meist findet man aber keinen Auslöser (primäre Vaskulitis). Vaskulitiden unterscheiden sich v.a. in dem bevorzugten Befall bestimmter Gefäßregionen. So erkranken bei der Wegener'schen Granulomatose vorrangig die kleinen Gefäße (v.a. die kleinsten Haarnadelgefäße, den Kapillaren der Niere / Lunge), während andere zu einer Entzündung von großen Blutgefäße führen (Arteriitis temporalis / Riesenzell- Arteriitis).| Autor -
Dr. med. Eva Reinhold-Keller |
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