Behandlung beim Sjögren-Syndrom
Auch wenn die Erkrankung bis heute nicht heilbar ist, und es keine Medikamente gibt, welche sämtliche Symptome erfolgreich bekämpfen, existieren doch eine Reihe von Behandlungsmöglichkeiten. Darüber hinaus gibt es hoffnungsvolle Forschungsansätze.
Zwei verschiedene Behandlungsansätze beim Sjögren-Syndrom sind gegenwärtig zu unterscheiden: Trockenheitssymptome werden in erster Linie durch Ersatzstoffe wie künstliche Tränen und Speichel oder Nasen-Gel, im Fall der Mundtrockenheit zudem durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr behandelt. Verschiedene Tränen- und Speichelersatzstoffe sind erhältlich. Es muss individuell ausgetestet werden, welcher für den einzelnen Patienten jeweils der optimale ist. Dagegen stehen für die systemischen, d.h. den Gesamtorganismus betreffenden Krankheitsformen eine Reihe von Medikamenten mit jeweils bestimmten Einsatzbereichen zur Verfügung. Diese Medikamente haben jedoch kaum Einfluß auf die Trockenheitssymptome, sind also entbehrlich, wenn nur diese Symptome vorhanden sind.
In neuerer Zeit wurden in den USA mit Erfolg Substanzen wie Pilocarpin und Cevimelin getestet, die durch Stimulation der Drüsen eine vermehrte Flüssigkeitsproduktion bewirken. Von diesen Substanzen ist in Deutschland seit 2000 orales Pilocarpin (Handelsname: Salagen®) zugelassen und damit verschreibbar.
Prof. Dr. Klaus Krüger
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