
Wann sind diese Behandlungsarten notwendig? Was umfassen sie?
Eine schwere Bandscheibendegeneration verursacht konstante, chronische – manchmal auch lähmende – Rückenschmerzen. Falls eine Diskographie (siehe Bereich „Diagnose“) eine schwere Degeneration in der Bandscheibe bestimmt, und der Schmerz so akut ist, dass er zur Lähmung übergeht, oder schon einige Bandscheibenvorfälle vvorlagen, können Abrasio, künstlicher Bandscheibenersatz oder eine Wirbelsäulenversteifung ausgezeichnete Ergebnisse erreichen und – in den meisten Fällen – sogar den Schmerz vollständig entfernen. Gewöhnlich wird die Operation unter einer leichten Vollnarkose durchgeführt.
Alternativen zu den Wirbelsäulenversteifungen:
Obwohl viele Kliniken die Wirbelsäulenversteifung für die Behandlung chronischer Rückenprobleme favorisieren, kann sie in vielen Fällen vermieden werden. Die Fusion (Versteifung) ist nur angebracht, wenn die Alternativen einer Abrasion (Auffräsen der Bandscheibe) oder einer Bandscheibenprothese nicht mehr möglich sind.
1. Bandscheibenabrasion:
Bei vielen Patienten mit vorliegendem degenerativen Bandscheibenprolaps, mit ausschließlich Rückenschmerzen, ist eine endoskopische Entfernung des Prolaps empfehlenswert. Ist jedoch ein ausgeprägter Verschleiß der Bandscheibe vorhanden, kommt eine andere Technik in Frage: die Abrasion oder Diskoplastik. Die Abrasion ist keine Versteifung und auch keine ersetzende Operation. Bei der minimalinvasiv durchgeführten Abrasion wird der gesamte Anteil des defekten und degenerativen Gewebes des Bandscheibenkerns entfernt. Hierbei bleibt der äußere Faserring jedoch erhalten. Die Bandscheibe wird von beiden Seiten durch einen kleinen Schnitt freigemacht. An ebenfalls beiden Seiten wird der äußere Ring der Bandscheibe eröffnet, und durch eine Kanüle wird das nicht funktionsfähige Bandscheibenkerngewebe entfernt. Anschließend wird der angrenzende, verhärtete Knochen der Wirbelkörper mit Frä...
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