Therapie des Schnellenden Fingers
Ziel ist es ein schmerzloses Gleiten der Sehne zu ermöglichen und das Schnapphänomen abzustellen. Es stehen „nicht operative“ (konservative) und „operative“ Möglichkeiten zur Verfügung.
Als konservative Maßnahmen kommen vorübergehende Schonung (ggf. Gipsruhigstellung), entzündungshemmende Medikamente (Antiphlogistika wie Diclofenac, Indometacin), Kortison als lokale Injektion und lokale Kühlung in Betracht. Diese Maßnahmen führen jedoch häufig nicht zu dauerhaftem Erfolg, insbesondere wenn bereits das Schnapphänomen deutlich ausgeprägt ist.
Ist eine Operation nötig, wird sie gewöhnlich in Lokalanästhesie
ambulant durchgeführt. Hierzu wird nach Betäubung ein ca. 1-1,5 cm langer Schnitt im Verlauf der queren Hohlhand-Beugefalte durchgeführt und unter Schonung der Gefäß-Nervenstrukturen parallel der entsprechenden Sehne das einengende Ringband über der Sehne mittig durchtrennt und ggf. teilweise entfernt. Anschließend werden die oberflächliche und tiefe Beugesehne aus der OP-Wunde herausgezogen, um die wiederhergestellte Gleitfahigkeit zu überprüfen. Eventuelle andere Veränderungen der Sehne werden dadurch zusätzlich ausgeschlossen. Anschließend wird die
Haut meist mit einer Naht verschlossen und ein Kompressionsverband angelegt. Wesentliche Schmerzen treten nach Abklingen der Betäubung für gewöhnlich nicht auf, ggf. kann ein leichtes Schmerzmittel (z.B. Ibuprofen) verabreicht werden
Risiken und Komplikationen bei einer Operation des Schnellenden Fingers
Komplikationen wie eine Wundinfektion, Verletzung von Gefäß- oder Nervenstrukturen sowie die Entwicklung schmerzhafter Narben sind sehr selten.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012
Artikelinformationen zu Schnellender Finger (Tendovaginitis stenosans)