Heilungsaussichten und Nachsorge bei Schmerzen der unteren Lendenwirbelsäule
Schmerzen im Bereich der unteren Lendenwirbelsäule können im weiteren Verlauf immer wieder auftreten. Als Prophylaxe eignen sich die regelmäßige Dehnung der zur Verkürzung neigenden Muskelgruppen (also: Gesäß-, Bauch- und Hüftbeugemuskeln) sowie die Kräftigung der rumpfstabilisierenden Muskelgruppen (z.B. Rückenstrecker). Häufig wird durch einseitig durchgeführtes Training das muskuläre Ungleichgewicht eher noch gefördert statt verbessert. Es sollte daher besser unter physiotherapeutischer Anleitung stattfinden.
Sport nach Schmerzen der unteren Lendenwirbelsäule
Nach Eintreten von Schmerzfreiheit kann in aller Regel jegliche sportliche Aktivität wieder aufgenommen werden, sofern keine wirklich strukturellen Schädigungen an den Bandscheiben nachgewiesen wurden. Festgehalten werden muss jedoch, dass das Augenmerk mit zunehmendem Lebensalter immer mehr auf die sogenannte Muskelhygiene gelegt werden muss, d.h.: die bei sportlicher Belastung beanspruchten Muskelgruppen müssen entsprechend aufgewärmt, gelockert und auch wieder gedehnt werden, um eine optimale Muskelfunktion zu gewährleisten.
Fazit aus der Praxis für die PraxisDer untere Rückenschmerz ist nur sehr selten durch einen Bandscheibenschaden oder
Bandscheibenvorfall verursacht. Weitaus häufiger sind muskuläre Überlastungen der Grund hierfür.
Entsprechend muss sich die Behandlung auf die Ursache (= die Muskulatur) richten.
MERKE: „Bandscheibenvorfälle sind so selbstverständlich wie die Faltenbildung im Alter“ (Nachemson, Schweden)
letzte Aktualisierung: 14.05.2012
Artikelinformationen zu Schmerzen der unteren Lendenwirbelsäule (LWS)