Symptome des Rotatorenmanschettenrisses
Während ein unfallbedingtes Ereignis anamnestisch einfach zu erheben ist, sind so genannte Gelegenheitsereignisse oft durch den Patienten nicht erinnerlich.
Häufig werden auch schon vor einem Rotatorenmanschettenriss intermittierende Schulterbeschwerden angegeben, die dann durch ein Ereignis zur endgültigen Zerreißung der Sehne und zu einer Verstärkung der Beschwerden führen.
Der Nacht- und Belastungsschmerz, aber auch eine eingeschränkte Kraft sind die vordergründigen Symptome. Insbesondere Überkopfarbeiten sind nur sehr eingeschränkt möglich.
Diagnose des Rotatorenmanschettenrisses
Die Diagnose setzt sich aus einer gezielten Befragung, der klinischen Untersuchung und der bildgebenden Untersuchung zusammen.
Die klinische Untersuchung umfasst die Prüfung des aktiven und passiven Bewegungsausmaßes in allen Freiheitsgraden und die isometrische Kraftprüfung. Zusätzlich gibt es spezielle Funktionstests. Die Aussagekraft aller Rotatorenmanschettenfunktionstests kann durch starke Schmerzen während der Untersuchung teilweise deutlich beeinträchtigt werden.
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Als Basisdiagnostik für krankhafte Veränderungen der Rotatorenmanschette haben sich Röntgenaufnahmen in drei Ebenen bewährt. Hierzu sind die true a/p-Aufnahme mit korrekter Einstellung des Gelenkspaltes, die Axialaufnahme und die Y-Aufnahme geeignet. Aus diesen Aufnahmen sind die wesentlichen Informationen für eine Einschätzung der Veränderungen des knöchernen Gelenkes möglich.
Die
Ultraschalluntersuchung ermöglicht eine schnelle, dynamische und kostengünstige Rotatorenmanschettenbefundung. Einfache Degenerationen bis hin zum kompletten Riss lassen sich mit einer Genauigkeit zwischen 94 – 98 % (WIENER und SEITZ 1993) und einer Sensitivität von 96 % für komplette Risse sowie 90 % für partielle Risse (HEDTMANN und FETT 1995) diagnostizieren. Gleichzeitig ist es möglich, die lange Bizepssehne hinsichtlich der Stabilität und der Begleitentzündung zu beurteilen.
In den letzten Jahren hat sich die
Magnetresonanztomografie (
MRT) als äußerst genaues und sensitives Verfahren in der Schulterdiagnostik etabliert. Die Genauigkeit wird noch durch die gelenkseitige Gabe von Kontrastmitteln in der so genannten Kontrastmittel-MR-Arthrografie erhöht.
Die
Computertomografie (
CT) hat in der Diagnostik von Weichteilveränderungen des Schultergelenkes keine bedeutende Rolle mehr und wurde durch die
MRT weitestgehend verdrängt. Lediglich zur Beurteilung von fettigen Degenerationen des Muskels wird sie vereinzelt noch eingesetzt (GOUTALLIER et al. 1994).
letzte Aktualisierung: 28.05.2012
Artikelinformationen zu Rotatorenmanschettenriss