Symptome und Diagnose der rheumatoiden Arthritis
Die RA entwickelt sich schleichend oder verläuft in Schüben, zwischen denen Perioden mit scheinbarer Inaktivität liegen. Das Frühstadium kennzeichnen symmetrische, schwammige Gelenkschwellungen vor allem der Mittel- und Grundgelenke von Fingern und Zehen, morgentliche Steifigkeit und Schmerzen. Aber auch ein atypischer Befall mit akutem Befall großer Gelenke ist nicht selten. Rheumaknoten können sich an den Streckseiten der Extremitäten entwickeln. Die Verlaufsformen sind ausgesprochen vielfältig und reichen von gelegentlich eintretenden schubartigen Gelenkbeschwerden bis zur fortschreitenden Gelenkzerstörung.
Eine Besonderheit stellt der Befall der synovialen Kopfgelenke dar. Er kann zu Verschiebungen des Kopfes gegenüber der Halswirbelsäule führen und eine Schädigung des Rückenmarkes bewirken. Es resultieren unterschiedlich stark ausgeprägte Gefühls- und eine Bewegungsstörungen.
Die
Laboruntersuchung ist im Frühstadium häufig uncharakteristisch. Es kommt jedoch zu einem dauerhaften Anstieg der Entzündungsparameter. Rheumafaktoren können in 80 % der Fälle nachgewiesen werden. Wesentlich genauer zur Diagnostik ist der CCP-Wert.
Das American College of Rheumatology (ACR) hat Kriterien vorgelegt, die behilflich sind, eine bis dahin ungeklärte mehrfache Gelenkentzündung als RA zu identifizieren. Hierzu zählen die morgentliche Steife der Gelenke, eine Gelenkentzündung von drei oder mehr Gelenkregionen, Gelenkentzündung der Fingergelenke, symmetrischer Befall, Rheumaknoten, Rheumafaktoren und typische Röntgenveränderungen.
In späten Stadien bestehen die charakteristische Deformierungen. Hierzu zählen die ellenwärts gerichtete Abweichung der Langfinger (Ulnardeviation), prominentes Ellenköpfchen, Schwanenhals- und Knopflochdeformität der Langfinger sowie Funktionsausfälle durch Sehnenrisse.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012
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