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Reaktive Arthritis - Medikamente

Medikamentöse Therapie der reaktiven Arthritis

Da die Symptome von leichten Gelenkschmerzen bis zu starken Gelenkentzündungen variieren können, muss auch die Therapie an die jeweiligen Beschwerden angepaßt werden. Für die medikamentöse Therapie kommen in erster Linie s.g. kortisonfreie Antirheumatika wie z.B. Diclofenac, Indometacin oder Ibuprofen in Frage. Diese Medikamente haben neben ihrer schmerzstillenden Wirkung auch einen entzündungshemmenden Effekt, so dass die meisten Patienten unter dieser Therapie beschwerdefrei werden. Bei schweren, auf kortisonfreie Antirheumatika nicht ausreichend ansprechenden Verläufen kann eine kurzzeitige Therapie mit Kortison (einem sehr stark entzündungshemmenden, körpereigenen Hormon) notwendig sein. Cortison kann auch direkt in das entzündete Gelenk gespritzt werden, wenn zuvor eine bakterielle Gelenkinfektion ausgeschlossen wurde.

Liegt eine Augenbeteiligung, insbesondere eine Regenbogenhautentzündung (Iritis) vor, muss der Augenarzt hinzugezogen werden. Nur eine sofortige Therapie verhindert spätere Sehstörungen.

Wenn es gelungen ist, den auslösenden Erreger der reaktiven Arthritis nachzuweisen, z.B. Chlamydien, wird eine kurzzeitige antibiotische Therapie verordnet. Da Chlamydien durch Sexualkontakt übertragen werden, muss auch der Partner behandelt werden, um eine erneute Infektion zu vermeiden. Antibiotika haben zwar auf die aktuelle Arthritis keinen Einfluß, dienen aber dazu, den Erreger an der Eintrittspforte zu beseitigen und damit das Risiko späterer Rückfälle zu verringern.

Entwickelt sich eine chronische Arthritis, d.h. halten die Beschwerden längere Zeit an, kann eine Therapie mit s.g. Basistherapeutika wie Sulfasalazin oder Methotrexat erforderlich sein.

Zusätzlich zur medikamentösen Therapie kann durch physikalische Maßnahmen wie der Kältetherapie (Kaltluft, Kryopacks), passive Bewegungsübungen, Wärmebehandlung oder Ultraschall eine Verbesserung der Beschwerden erreicht werden.

letzte Aktualisierung: 15.05.2012

Artikelinformationen zu Reaktive Arthritis
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Dr. med. Juliane Franz

Autor

PD Dr. med. Andreas Krause

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