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Polymyalgia rheumatica (Riesenzellarteriitis) - Symptome / Diagnose

Symptome von Polymyalgia rheumatica - Riesenzellarteriitis

Innerhalb weniger Tage bis zu 2 Wochen treten ausgesprochen starke Schmerzen vorwiegend im Bereich des Nackens, der Schultern und der Oberarme auf. Weiterhin können diese Schmerzen im Bereich der Hüften, der Oberschenkel und der Lendenwirbelsäule auftreten. Anfangs sind die Schmerzen aber meist beidseitig vorhanden. Es handelt sich um konstante, allenfalls tageszeitlich leicht schwankende, Ruheschmerzen, d. h., auch ohne Belastung oder Bewegung der betroffenen Körperteile sind ständig - Tag und Nacht – stärkste Schmerzen vorhanden.

Nach Wochen können die Schmerzen wellenförmigen Charakter annehmen und sich verlagern. Weiterhin klagt der Patient über Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Antriebsschwäche und Appetitmangel mit Gewichtsverlust, Antriebsschwäche und vermehrte Schweißbildung sind oft beobachtet.

Die körperliche Untersuchung durch den Arzt ergibt häufig keine besonderen Auffälligkeiten. Sie sollte aber auf jeden Fall erfolgen, da andere Erkrankungen eine ähnliche Symptomatik zeigen können und vom Arzt von der Polymyalgie abgegrenzt werden müssen. In einigen Fällen findet man geschwollene Gelenke. Symptome wie Kopfschmerzen, Kauschmerzen, Schwindel oder kurzzeitige, vorübergehende Sehstörungen und Bewußtseinsverluste (Black outs) können Vorboten der oben beschriebenen schweren Komplikationen wie endgültiger Erblindung und Schlaganfällen sein. Begleitet wird die Erkrankung häufig von einer ausgeprägten Depression, die aber bei der richtigen Therapie in der Regel schnell verschwindet.

Wer erkrankt an Polymyalgia rheumatica - Riesenzellarteriitis?

Betroffen sind vor allem ältere Menschen. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 70 Jahren. Die Anzahl der Neuerkrankungen nimmt mit steigendem Alter zu und liegt bei 90-Jährigen um das 7-fache höher als bei 60-Jährigen. Da es eine Erkrankung des höheren Lebensalters ist, werden die Schmerzen oft nicht in Zusammenhang mit einer Entzündung gebracht. In diesem Alter zeigen Gelenke und Wirbelsäule schon Verschleißerscheinungen, und Schmerzen in den typischen Regionen sind häufig nichts Fremdes. Wichtige Anhaltspunkte für die Patienten sind deshalb das schnelle Auftreten stärkster Schmerzen begleitet von einem starken allgemeinen Krankheitsgefühl, gelegentlich auch Fieber.

Diagnostik der Polymyalgia rheumatica - Riesenzellarteriitis

Die Blutkörperchensenkungsgeschwindigkeit (BKS) ist mittelgradig bis stark erhöht und auch das C-reaktive Protein (CRP) steigt an. Sie können für die Beurteilung des Verlaufes herangezogen werden. BKS und CRP sind aber unspezifische Entzündungsmarker, d.h., sie steigen bei fast jeder Art von Entzündung, wie z.B. auch bei einer banalen Grippe oder anderen Entzündungen, an. Zusätzlich kann es zu einem Anstieg der Blutplättchen (Thrombozyten) und zu einer Verschiebung der Bluteiweiße kommen.

Röntgenaufnahmen ergeben in der Regel altersentsprechende Befunde, d.h. mehr oder weniger ausgeprägten Verschleiß von Wirbelsäule oder Gelenken, aber keine Zeichen einer Entzündung.

Während die Diagnose Polymyalgia rheumatica durch das Gespräch mit dem Arzt, die Untersuchung zum Ausschluß anderer Erkrankungen und durch Laboruntersuchungen gestellt wird, kann die Diagnose der Riesenzellarteriitis nur durch die Entnahme eines Blutgefäßes und die mikroskopische Untersuchung gestellt werden.

Dies ist aber nur sinnvoll, wenn sich eine geeignete Körperstelle finden lässt. Diese muss sorgfältig ausgewählt werden. Die Entnahme ist, genauso wie die mikroskopische Untersuchung, Sache eines erfahrenen Spezialisten. Kann man insbesondere im Schläfenbereich verdickte Schlagadern tasten, so sollte eine Entnahme angestrebt werden, da bei Vorliegen einer Riesenzellarteriitis die notwendigen Medikamente höher dosiert werden müssen.

letzte Aktualisierung: 14.05.2012

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