Behandlung von Erkrankungen und Verletzungen der langen Bizepssehne
Die rein entzündliche Erkrankung der langen Bizepssehne kann konservativ behandelt werden.
Der isolierte spontane Riss der langen Bizepssehne verläuft nahezu schmerzlos und ist nicht behandlungsbedürftig. Im Zusammenhang mit anderen Schultergelenkserkrankungen findet man Schädigungen und Teilrisse der langen Bizepssehne. In diesem Fall kann eine Durchtrennung der Sehne am Ansatz notwendig werden. Wird die Sehne nur durchtrennt (Tenotomie), rutscht sie in ihren knöchernen Kanal und verwächst dort mit dem umgebenden Gewebe. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, die Sehne am Ansatz zu durchtrennen und arthroskopisch wieder an der Gelenkkapsel anzunähen (Tenodese). Selten kommt es zur so genannten SLAP-Läsion, einer Ablösungen des Bizepssehnenankers vom Pfannenrand, der arthroskopisch refixiert werden muss.
Auf arthroskopischem Weg kann man Bizepssehnenablösungen wieder nähen (so genannte SLAP–Repair). Bei irreversiblen Schäden wird die Sehne am Ansatz durchtrennt und an der Kapsel arthroskopisch neu eingenäht (so genannte Bizepssehnen-Tenodese). Beim älteren Patienten ohne Kraftanspruch reicht die alleinige Durchtrennung der kranken Bizepssehne (so genannte Bizepssehnen-Tenotomie). Sie rutscht dann außerhalb des Gelenkes, verklemmt und vernarbt dort; es kommt zur Schmerzbefreiung.
Die Dauer der stationären Behandlung liegt bei ca. 4-5 Tagen.
Prof. Dr. med. Peter Habermeyer
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