Therapie der chronischen Polyarthritis
Wäre die Ursache der rheumatoiden Arthritis bekannt, könnte man mit einer gezielten Therapie die Erkrankung gut behandeln oder zur Ausheilung bringen. Dies ist bis heute leider nicht der Fall. So muss oft ein ganzes Spektrum von therapeutischen Maßnahmen erfolgen, um Schmerzen und Krankheitsaktivität zu mildern und die Prognose zu verbessern. Die einzelnen Therapiemaßnahmen werden vom Rheumatologen entsprechend der individuellen Krankheitssituation des Patienten zusammengestellt und in der Folgezeit in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt auf ihre Wirksamkeit überprüft. Besondere Erfahrungen sind erforderlich bei der medikamentösen Therapieeinstellung, da es verschiedene Medikamentengruppen und eine große Anzahl von Präparaten mit unterschiedlichem Wirkungs- und Nebenwirkungsprofil gibt. Am wichtigsten ist die Therapieeinstellung mit so genannten „Basismedikamenten“, da hiermit ein Fortschreiten der Erkrankung verhindert werden kann.
Mit dem kombinierten Einsatz verschiedener Basismedikamente (so genannte „Kombinationstherapie“) und mit der Entwicklung neuer Medikamente gelingt es bei immer mehr Patienten, das Fortschreiten des Krankheitsprozesses aufzuhalten und die Lebensqualität zu verbessern. Auch durch eine geeignete Ernährung kann man Beschwerden bessern und z.B. durch Kalzium- und Vitamin-D-reiche Kost einer Osteoporose (Knochenschwund) vorbeugen. Leider läßt sich der Verlauf der Krankheit durch eine geänderte Ernährung nicht grundlegend beeinflussen.
Wichtige Maßnahmen bei chronischer Polyarthritis im Überblick
Prof. Dr. M. Hammer
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