Nebenwirkungen bei der medikamentösen Behandlung von Morbus Bechterew (Bechterew-Krankheit)
Die heute verfügbaren Antirheumatika sind in der Regel gut verträglich, Probleme bestehen am ehesten bezüglich des Magens und Zwölffingerdarms. Durch gleichzeitige Gabe von hochwirksamen magenschützenden Medikamenten oder den neuen sog. Cox-2-selektiven Antirheumatika gibt es selten Probleme.
Für seltene Fälle mit hochaktivem Krankheitsverlauf eröffnen sich durch die Gabe von Radium- 224-Chlorid und die neuen s.g. Biologicals (TNF-Alpha-Antagonisten) neue erfolgversprechende Therapiemöglichkeiten. Der Einsatz von Cortison (ein auch im Körper produziertes, sehr stark entzündungshemmendes Hormon) ist hingegen bei der Bechterew'schen Erkrankung nur in Ausnahmesituationen (hochaktive, anders nicht beherrschbare Schubsituationen, Gelenkbeteiligung, hier evtl. auch als Injektion in das entzündete Gelenk und bei der Regenbogenhautentzündung) angebracht. Da, von diesen Situationen abgesehen, Cortison im Vergleich zu cortisonfreien Antirheumatika keinen Vorteil bietet, bei längerer Anwendung insbesondere in höherer Dosierung jedoch fast stets mit Nebenwirkungen verbunden ist, sollte sonst hierauf verzichtet werden. Gut verträgliche reine Schmerzmittel oder muskelentspannende Präparate können evtl. zusätzlich eingenommen werden.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012
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