Von größter Bedeutung ist die regelmäßige, dem jeweiligen Krankheitsstadium angepasste krankengymnastische Therapie. Sie soll die Beweglichkeit erhalten, die Versteifung von Wirbelsäulenabschnitten in ungünstiger Fehlstellung vermeiden und wenig beanspruchte Muskeln trainieren.
Unterstützend können physikalische Maßnahmen, wie Wärmebehandlung (z.B. Moor- oder Fangobäder) und Massagen, eingesetzt werden, die die Durchblutung des Gewebes fördern sowie schmerzbedingten Muskelverspannungen entgegenwirken. Vereinzelt wird auch die Kältebehandlung mit gutem Effekt eingesetzt.
Diese passiven Behandlungsmaßnahmen können jedoch die Krankengymnastik keinesfalls ersetzen. Unterstützend sind auch spielerisch sportliche Tätigkeiten äußerst hilfreich und unterstützen die Krankengymnastik wesentlich, wirken darüber hinaus ebenso wie die Gymnastik oft auch schmerzlindernd (Stichwort: Bechterew'ler brauchen Bewegung). Sinnvoll ist, insbesondere bei aktivem Krankheitsverlauf, diese genannten Therapiemaßnahmen gelegentlich unter stationären Bedingungen durchzuführen bzw. zu intensivieren.
Neben der stationären Behandlung über die Krankenkasse kommen hierfür auch stationäre Heilverfahren über die Rentenversicherungsträger in Frage. Welche sportlichen Tätigkeiten günstig sind, dazu berät der Arzt und der Krankengymnast.
Dr. med. Ortwin Rave
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