Arthrose des oberen Sprunggelenkes
Das obere Sprunggelenk (OSG) besteht aus der Unterschenkelgabel, die aus Schienbein (Tibia) und Wadenbein gebildet wird und dem Sprungbein (Talus). Bei fortgeschrittenem Verschleiß des oberen Sprunggelenkes stehen prinzipiell die Versteifung und die obere Sprunggelenkendoprothese als chirurgisch-therapeutische Maßnahmen zur Verfügung. Die Versteifung (
Arthrodese) gilt in den meisten Kliniken noch als „golden standard“-Verfahren. Zu bedenken ist hierbei jedoch, dass speziell bei Patienten mit entzündlicher
Polyarthritis sehr häufig die Gelenke des Mittelfußes steif sind.
Nicht selten ist auch das andere Sprunggelenk mit befallen. Darüber hinaus sind in dem angesprochenen Patientenkollektiv zu einem großen Prozentsatz bereits Operationen anden unteren Extremitäten durchgeführt worden, die Gesamtmobilität und Gangbild beeinträchtigen. Eine Versteifung des oberen Sprunggelenkes kann daher in der Regel nicht durch die übrigen Rück- und Mittelfußgelenke kompensiert werden und die proximal und distal gelegenen Gelenke werden vermehrt belastet. Dies kann z.B. zu einer Schmerzverstärkung in den Nachbargelenken führen. Daher wird der endoprothetische Ersatz vor allem bei einer entzündlichen Zerstörung des oberen Sprunggelenkes zunehmend gegenüber der
Arthrodese bevorzugt.
letzte Aktualisierung: 25.01.2010
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