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Arthrose - Gelenkverschleiß - Hintergrund / Einleitung

Arthrose


Unter Arthrose versteht man Gelenkerkrankungen, die durch eine großflächige Knorpelschädigung eines Gelenkes gekennzeichnet sind. Meist sind von der Arthrose Knie- und Hüftgelenke betroffen, selten Fußgelenke oder Gelenke an den oberen Extremitäten. Ist Arthrose einmal aufgetreten, handelt es sich um ein progredientes, d.h. fortschreitendes Leiden.


Infolge eines Missverhältnisses zwischen Belastung und Belastbarkeit eines Gelenkes wird bei einer Arthrose ein zerstörerischer Teufelskreis angestoßen, bei dem ein mechanischer Abrieb und ein biochemischer Selbstandauungsprozess zum Untergang der Knorpelzellen führen. Diese können sich nicht erneut bilden, im besten Falle können Knorpelschädigungen durch minderwertigere Bindegewebsknorpel ersetzt werden.


Welche Faktoren begünstigen eine Arthrose?


Wer alt genug wird, kann mit hoher Wahrscheinlichkeit damit rechnen, an einer Arthrose zu erkranken. Höheres Lebensalter ist der größte Risikofaktor. Weitere Risikofaktoren für Arthrose sind Fehlstellungen, beispielsweise ein X- oder O-Bein für die Entstehung einer Kniegelenksarthrose oder eine so genannte Hüftdysplasie, bei der ein Ungleichgewicht zwischen einer kleinen Pfanne und einem großen Gelenkkopf besteht und somit erhöhte Drucke pro Fläche auftreten. Auch Fehlstellungen nach Verletzungen sind, wenn diese nicht anatomisch exakt wiederhergestellt werden konnten, ein Risikofaktor für Arthrose. Weitere sind Übergewicht, mangelnde Bewegung sowie körperliche Überlastung und Krampfadern. In aller Regel befällt die Arthroseerkrankung Hüft- und Kniegelenke; seltener Fußgelenke, Schultergelenke und Ellenbogen sowie Handgelenke. Wohingegen die Fingergelenkspolyarthrose Fingerend- und -mittelgelenke befällt und zu 95 % bei Frauen auftritt.

Wie entsteht Arthrose?


Die Gelenkflächen werden vom Knorpel gebildet. Dieser wird nicht durch Blutgefäße, sondern ausschließlich von der Gelenkflüssigkeit ernährt, welche als Schmierung dient und durch die Gelenkinnenhaut gebildet wird. Damit sie sich mit neuen Nährstoffen anreichern und auch gleichzeitig die Entsorgung von Stoffwechselendprodukten der Knorpelzellen bewerkstelligen kann, ist Bewegung unbedingt erforderlich. Kommt es infolge eines Missverhältnisses zwischen Belastung und Belastungsfähigkeit des Knorpels zu Rissen der Knorpeloberfläche, kann dies zu einer Ergussbildung führen. Diese bedingt wiederum eine Minderversorgung des Knorpels mit Gelenkschmiere und damit Nährstoffen. Es kommt zum Untergang von Knorpelzellen. Dabei werden aus der Knorpelzelle Substanzen frei, die die Knorpelsubstanz angreifen und somit zur weiteren Zerstörung des Knorpels beitragen.

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letzte Aktualisierung: 14.05.2012

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