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Die Arthroskopie erlaubt endoskopische visuelle Diagnostik einschließlich Probeexzisionen und therapeutischer Operation in Gelenken. In den meisten Fällen wird die Arthroskopie nicht allein aus diagnostischen Gründen, sondern vor allem aus therapeutischer Absicht indiziert. Prinzipiell sind alle Extremitätengelenke der arthroskopischen Technik zugänglich, doch sind sie aus anatomischen Gründen nicht im gleichen Maße für dieses Verfahren geeignet. Teilweise erschwert ein kräftiger Weichteilmantel die instrumentelle Manipulation (Hüftgelenk), teils beeinträchtigt die straffe Bandführung oder enge Kompartimentierung den Überblick (oberes Sprunggelenk, Handgelenk, Ellenbogengelenk). Als Domäne der Arthroskopie gelten derzeit Knie- und Schultergelenke. In Allgemein- oder Regionalanästhesie wird das betreffende Gelenk mit Flüssigkeit aufgedehnt. Durch gezielte Stichinzision wird das Arthroskop, durch einen zweiten Einstich das Instrumentarium zur Manipulation und zur Entnahme von Untersuchungsmaterial eingeführt. Das durch eine Videokamera empfangene Bild wird auf einen Monitor übertragen und kann entsprechend dokumentiert werden. |
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Die Probeexzision von Gewebematerial zur histologischen Untersuchung durch den Pathologen erfolgt je nach der örtlichen Situation auf operativem Wege oder als Nadel- bzw. Stanzbiopsie. Der operative Zugangsweg ist vor allem in der Tumordiagnostik sorgfältig zu überlegen. Die Biopsie ist aber auch bei der Abklärung mancher Knochenerkrankungen (Osteoporose!) und teils auch bei Infektionen (z.B. Tuberkulose) für mikrobiologische Fragestellungen von großer Bedeutung. |
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Invasive Untersuchungen sind Eingriffe, bei denen ein äußerer Zugang zu den in Frage stehenden Körperhöhlen oder geweblichen Strukturen (Gelenke, Schleimbeutel, Duralsack, verdächtige Gewebe etc.) hergestellt wird. Dazu gehört auch die Kontrastdarstellung von Gefäßen in der Röntgendiagnostik. Sie ermöglichen in der Regel bessere – manchmal auf andere Weise nicht zu erlangende – Aufschlüsse, sind aber meist auch mit speziellen Risiken, vor allem Infektionen und Nebenverletzungen, verbunden. Diese lassen sich bei peinlicher Asepsis und korrekter Manipulation zwar gewöhnlich vermeiden, aber nie ganz ausschließen. Die Indikation sollte deshalb sehr sorgfältig erwogen werden. So ist heute beispielsweise eine Myelographie meist mit noch besserem Effekt durch eine CT oder eine Kernspintomographie, eine diagnostische Gelenkpunktion durch eine Ultraschalluntersuchung bzw. eine Knochenbiopsie ggf. durch ein Kombination verschiedener nichtinvasiver Methoden ersetzbar. Solche Überlegungen sollten dem Entschluss zu invasiven Verfahren stets vorangestellt werden. |
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Punktionen von Gelenken, Schleimbeuteln, Sehnenscheiden, Abszessen und des Wirbelkanals dienen der Orientierung über den Inhalt von Hohlräumen und Schwellungen sowie der Materialgewinnung zur Untersuchung. Aus der Art eines Ergusses lassen sich Schlüsse auf seine Ursache ziehen:
Auch lassen sich aus der Untersuchung der Synovia wichtige Informationen insbesondere bei rheumatischen Erkrankungen gewinnen. |