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Unter ihnen ist die klassische Röntgenaufnahme nach wie vor die wichtigste und am häufigsten anzuwendende Methode. In neuerer Zeit haben sich aber spezielle Verfahren etabliert, mit denen die Darstellungsmöglichkeiten herkömmlicher Röntgenbilder z.T. wesentlich übertroffen werden. Einige von ihnen – Ultraschall und Kernspintomographie – haben zudem den Vorteil für den Patienten, nicht mit dem Risiko der Strahlenbelastung behaftet zu sein. Die derzeit verwendeten bildgebenden Verfahren sind nicht als konkurrierende, sondern als komplementäre Techniken zu verstehen. In mancher Hinsicht überschneiden sich ihre Indikationen. Eine hinreichende Kenntnis der technischen Hintergründe ist deshalb vonnöten, um die spezifischen Vor- und Nachteile jeder Methode auszuloten und diese in vollem Umfange nutzen zu können. |
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Die Kernspintomographie arbeitet mit einem starken magnetischen Feld, mit dem die Atomkerne der Körpergewebe aktiviert und die daraus entstehenden elektrischen Erscheinungen zu einem Bild verarbeitet werden (Magnetic Resonance Imaging, MRI). Im Unterschied zur Anwendung von Röntgenstrahlen ist nach heutigem Kenntnisstand eine Schädigung durch das Magnetfeld nicht zu erwarten. Die Methode erlaubt besonders aufschlussreiche Informationen über Weichteilstrukturen (Gehirn und Rückenmark, Weichteilgeschwülste, Weichteilverletzungen, Flüs- sigkeitsansammlungen in Gewebe und Hohlräumen usw. Im Unterschied zur Computertomographie, die eine hochauflösende Abbildung des Gewebes nur in einer Ebene zulässt, gestattet die Kernspintomographie, das Gewebe in unterschiedlichen Ebenen computertechnisch zu rekonstruieren und abzubilden. Knochensubstanz kann im MRI-Bild nicht direkt abgebildet werden, sondern nur die nichtknöchernen, wasserhaltigen Gewebearten. Der Knochen wird so im kernspintomographischen Bild nur als Aussparung indirekt erkennbar und bleibt damit eine Domäne derjenigen bildgebenden Verfahren, die sich ionisierender Strahlen bedienen. |
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Die Messung der Blutkörpersenkungsgeschwindigkeit (BKS) und der allgemeine Blutstatus gehören zu vielen orthopädischen Untersuchungen. Bei der Diagnose von entzündlichen und Tumorerkrankungen ist die Messung der BKS unerlässlich. Metabolische Krankheiten wie Gicht, Diabetes mellitus oder Hyperlipidemie erfordern dementsprechende Kontrollen. Bei systemischen Knochenerkrankungen (z.B. Rachitis, Osteomalazie, Hyperparathyreoidismus, Paget-Krankheit, Osteoporose) stehen verschiedene Laborparameter zur Verfügung, die zum einen den Mineralhaushalt prüfen lassen, zum anderen Auskunft geben über Knochenzellaktivitäten (z.B. Phosphatasen, Osteokalzin, Hydroxyprolin). Zur Diagnostik rheumatischer Erkrankungen gehören die Verfahren der Rheumaserologie und Immunologie. |
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Die Osteodensitometrie mit der Photonen- oder Röntgenstrahl-Absorbationsmessung oder mit der quantifizierten Computertomographie findet ihre Indikation in der Früherkennung und der Verlaufkontrolle metabolischer Osteopathien. Es handelt sich um Verfahren, bei denen die Dichte des Knochens, d.h. sein Mineralgehalt, mittels ionisierender Strahlen gemessen wird. Als Strahlenquellen dienen neben Radionukliden (125Jod, 153Gadolinium) Röntgenröhren. Methodische Probleme liegen in der Strahlenabsorption umgebender Weichteile, der abgrenzenden Messung kortikalen und spongiösen Knochens, dem exakten Wiederauffinden der Messstelle bei Zweitmessungen und schließlich in den vergleichsweise nur geringen Veränderungen der Knochendichte unter physiologischen, pathologischen und therapeutischen Bedingungen. |
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Konventionelle Röntgenaufnahmen sind für die Mehrzahl der orthopädischen Krankheitsbilder unerlässlich und oft entscheidend für die Diagnose und therapeutischen Konsequenzen. Dabei sind die Anforderungen des Strahlenschutzes sowohl bei der Indikation (Vermeidung unnötiger Aufnahmen!) als auch bei der Durchführung (Möglichst geringe Strahlenexposition, Bleiabdeckung gefährdeter Körperteile) zu berücksichtigen. Bei Auswertung der Knochenaufnahmen richten wir uns nach zwei Hauptkriterien: den Randkonturen, die der anatomischen Norm entsprechen müssen und im pathologischen Falle unterbrochen, unklar-verwaschen, verdichtet, deformiert oder teilweise ausgelöscht sein können, und der intraossalen Strukturzeichnung. Sie gibt vor allem Auskunft über die Qualität und Richtung der Trabekelstruktur sowie die Dichteverhältnisse des Knochens (Dichtezunahme – Sklerose, Dichteabnahme, diffus oder lokalisiert – Dystrophie, Atrophie, Osteoporose, Osteolyse).
Die Vorteile der überlagerungsfreien Abbildungsmöglichkeit sind vor allem bei der Darstellung tiefer, unübersichtlicher Regionen, wie im Bereich mancher Gelenke und der Wirbelsäule wertvoll. Die dreidimensionale Bildgestaltung nach den Daten der CT ist aufwendig und mit relativ hoher Strahlenbelastung verbunden, die Indikation zur CT sollte daher mit kritischer Zurückhaltung gestellt werden. |
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Sie besitzt besondere Bedeutung bei der Frühdiagnostik und Verlaufskontrolle der kongenitalen Hüftdyslapsie im ersten Lebensjahr. Da sie ungefährlich ist, kann sie unbedenklich auch zur Vorsorge und zu Reihenuntersuchungen eingesetzt werden. Auch an anderen Gelenken, insbesondere an der Schulter, und zur Differentialdiagnose unterschiedlicher Weichteilveränderungen wird die Ultraschalldiagnostik angewandt. Ihr besonderer Vorteil liegt darin, dass Gelenke und Muskeln während der Untersuchung bewegt und damit Einblicke in die funktionelle Situation gewonnen werden können. |
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Mit nuklearmedizinischen Methoden können Veränderungen des Knochenstoffwechsels sichtbar gemacht werden, oft schon lange bevor sie röntgenologisch erkennbar sind. Diphosphatverbindungen, die eine ausgesprochene Affinität zu Knochenmineralien besitzen, lagern sich im Skelett, und dort besonders an Stellen erhöhten Stoffumsatzes, ab. Mit geeigneten Radionukliden markiert (für dir Skelettszintigraphie vor allem mit 99mTechnetium markiertem Methylendisphophat [MDP]), können sie mit der Gammakamera nachgewiesen werden.
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