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Schulterprothese - Nach der Behandlung

Was passiert nach der Implantation eines künstlichen Schultergelenkes?


Spezielle Schmerzkatheter erlauben es, eine Operation eventuell auch in Teilnarkose durchzuführen, so dass der Patient durch den Narkoseverlauf möglichst wenig belastet wird, was gerade für ältere Patienten besonders wichtig ist. Nach der Operation kann durch diese Schmerzkatheter beim ersten Üben Schmerzfreiheit erreicht werden, die ein leichteres Bewegen des Schultergelenkes erlaubt.

Die meisten künstlichen Schultergelenke dürfen frühzeitig mobilisiert und bewegt werden. Eine Belastung durch schweres Heben oder Tragen sollte allerdings vermieden werden und für einige Zeit nicht über zwei bis drei Kilogramm hinausgehen. Insbesondere bei inversen Schulterprothesen ist das Abstützen auf den Arm zu vermeiden, zumindest für mehrere Monate, damit die Pfannenimplantate mit der großen Kugel nicht auslockern.



Die Nachbehandlung beinhaltet also krankengymnastische Behandlung, Motorschienenbehandlung, Massagen und Lymphdrainage, Kälteanwendungen und Schmerztherapie und kann meist nach einem stationären Aufenthalt von 11 Tagen dann ambulant fortgesetzt werden und in einer ambulanten Rehabilitation abgeschlossen werden. Wir empfehlen sechs Wochen nach der Operation sowie nach einem Jahr, fünf Jahren und weiterhin dann alle zwei Jahre eine nochmalige Röntgenkontrolle und klinische Kontrolle, damit Schwächungen des Systems frühzeitig erkannt und mit kleineren Eingriffen behoben werden können.



Schulterprothese und Sport


Die sportlichen Aktivitäten, die nach einer derartigen Schulteroperation noch möglich sind, hängen vom Ausmaß der vorher bestehenden Betätigung ab. Wenn die Muskeln schon sehr stark geschwunden und vielleicht auch Sehnen stark geschädigt waren, ist natürlich der Anspruch niedriger zu stellen und es wird nicht mehr möglich sein, Überkopfsportarten auszuüben. Meist sind dann allerdings doch noch Schwimmen, Radfahren und leichtere sportliche Aktivitäten wie Nordic Walking möglich, da die Schultern nicht übermäßig belastet werden. Wenn allerdings nur Kappenprothesen und Teilersatz durchgeführt wird, ist immer wieder zu beobachten, dass die Patienten auch zu Sportarten wie Basketball, Volleyball und Tennis zurückkehren. Auch Golf kann wieder versucht werden, wenn nur ein Teilersatz durchgeführt worden ist, die Schädigung nicht so ausgeprägt war und eine gute muskelstabile Situation besteht. Gesamthaft sollte aber die Belastung für die Schulter zurückhaltend gewählt werden, insbesondere dann, wenn ein künstliches Pfannenimplantat oder eine inverse Schulter eingesetzt worden ist, damit keine frühzeitige Auslockerung auftritt.
letzte Aktualisierung: 28.05.2012

Artikelinformationen zu Schulterprothese
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Prof. Dr. Werner Siebert

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