Zusammenfassung: Schlittenprothese des Kniegelenks
Die Vorteile der minimal-invasiven Implantation eines unicondylären Kniegelenksersatzes liegen darin, dass es zu keiner Störung des Extensormechanismus kommt. Die postoperativen Schmerzen sind geringer, ebenso die Ausbildung von Adhäsionen und die Infektionsrate. Bei verbesserter Kosmetik ist auch das Bewegungsausmaß besser als beim konventionellen Vorgehen. Die Nachteile liegen in der möglichen Fehlausrichtung der Komponenten und in der anspruchsvollen Operationstechnik. Diese Nachteile können durch die Anwendung eines Navigationssystems, welches uns seit geraumer Zeit zur Verfügung steht, ausgeglichen werden. Kontraindikationen für die Implantation eines Uniknies sind die
Arthrose des kontrolateralen Kompartimentes, die
rheumatoide Arthritis, eine Varus-Valgusdeformität von mehr 10°, ein Streckdefizit von mehr als 10° und die Kreuzbandinsuffizienz, insbesondere für die mobilen PE’s (erhöhte Luxationsgefahr).
Weitere Vorteile des unikompartimentalen Kniegelenksersatzes sind verglichen mit dem bicondylären Ersatz der Erhalt beider Kreuzbänder und der Erhalt des Knochens im nicht betroffenen Kompartiment und im Femoropatellargelenk. Patienten mit unikompartimentalem Kniegelenksersatz haben eine geringere perioperative Morbidität und eine verbesserte Beweglichkeit verglichen mit Patienten, die sich einer bicondylären Prothesenimplantation unterzogen haben.
Auf Grund unserer mittelfristigen Ergebnisse kann festgestellt werden, dass bei Benutzung des Ligamentspanners sich stabile Kniegelenke in Flexion und Extension mit einer korrekten Ausrichtung ergeben. Die Gelenkebene wird wieder hergestellt, die Operationstechnik ist zuverlässig. Auf Grund der anatomischen Gestaltung der
Prothese und der minimal-invasiven Implantation ist die postoperative Morbidität geringer (Abb. 3a und b). Ob sich dieses Operationsverfahren auch für jüngere und aktive Patienten eignet, muss die Zukunft zeigen.
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| Abb. 3a und b: Röntgen nach Implantation mediales Uni-Knie |
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letzte Aktualisierung: 16.05.2012
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