Methode beim Prothesenwechsel der Knieprothese
Vorhandene Zugänge und die Wiederherstellung der einzelnen Schichten ist auch hier eine entscheidende Maßnahme. Nach dem Entfernen der Prothesenanteile sind meist ausgedehnte Knochendefekte tibial und femoral zu verzeichnen. Diese werden in nicht zirkumferentiell (kleine-mittlere) und zirkumferentiell (große) Defekte unterschieden. Daher ist es bei den meisten Revisionsprothesen möglich, zusätzliche Augmentationsblöcke individuell defektabhängig zu montieren. Größere Defekte können auch mit allogenen Knochentransplantaten aufgefüllt werden. Aufgrund größerer Knochendefekte mit fehlenden Verankerungsmöglichkeiten für die Prothese, kann eine gestemte (gestiehlte) Prothese (Abb. 8) zum Einsatz kommen. Diese Stem sorgt für eine Verteilung der Belastung zur femoralen oder tibialen Knochendiaphyse.
Bei ausgeprägten Defekten mit massiven Substanzverlusten im Bereich der distalen Femur oder der proximalen Tibia, kommen auch sogenannte Tumorprothesen zum Einsatz (Abb. 9 – 10), welche die defizitären Knochenanteile prothetisch ersetzen.
Bei der Rekonstruktion von Kniegelenken mittels Revisionsprothese sollte auf folgendes geachtet werden: – Wiederherstellung der ursprünglichen Gelenklinie – Ausgewogenes Verhältnis zwischen Beuge- und Streckspalt – Vermeiden von Fehlrotationen femoral und tibial – Weichteilbalancing/Alignment
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