Spezielle Medikamente in der multimodalen Schmerztherapie
Als Grundgerüst für das medikamentöse Vorgehen bei chronischen Schmerzen eignet sich nach wie vor das WHO-Stufenschema (Stufe 1-3). Dabei handelt es sich bei der Stufe 1 um nicht-opioide Substanzen, wie beispielweise nicht steroidale Antirheumatika (NSAR) oder Paracetamol, Metamizol und die neueren Cox-2-Inhibitoren. Bei der Stufe 2 werden stärkere Substanzen, wie mittelstarke Opioide oder aber opioid-ähnliche Substanzen zum Einsatz gebracht, wie beispielsweise Tilidin und Tramadol. Die Stufe 3 nach WHO-Stufenschema benutzt starke Opioide, wie Morphin, Oxycodon, Hydromorphon und Fentanyl. Bei Verabreichung von Opioiden ist auch an die Gabe von Adjuvanzien zur Vermeidung von Übelkeit und Obstipation zu denken.
Als Ko-Analgetika haben sich die trizyklischen
Antidepressiva bewährt, jedoch kann auch der Einsatz der neuen
Antidepressiva (SSRI) zur Schmerzdistanzierung empfohlen werden. Hierbei sind geringere Dosen wie bei der Depressionsbehandlung ausreichend. Auch Medikamente aus dem Bereich der
Antikonvulsiva, wie Gabapentin und Pregabalin, sind insbesondere bei der Behandlung des neuropathischen Schmerzes erfolgversprechend.
letzte Aktualisierung: 14.05.2012
Artikelinformationen zu Multimodale Schmerztherapie bei chronischem Schmerz