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Minimal-invasiver Gelenkersatz der Hüfte - Hintergrund

Jedes Jahr werden in Deutschland allein über 180.000 Hüftgelenke ersetzt. Die sehr guten Ergebnisse dieser Therapieform über einen langen Zeitraum machen den Gelenkersatz zur erfolgreichsten orthopädischen Operation. Die Standardoperation schließt dabei Schnitte von bis zu 30 cm Länge und die vorübergehende Ablösung mehrerer Muskelgruppen ein. So sind die teilwiese sehr langwierigen Nachbehandlungszeiträume und der beschwerliche Weg zurück in ein normales Bewegungsmuster für den Patienten erklärlich. Nachdem nun über 40 Jahre der Gelenkersatz etabliert ist und die modernen Materalien den Prothesenverschleiß stark verringert haben, ist es an der Zeit, die die Operation begleitenden Umstände wie Wundschmerz, Blutverlust, Rehabilitation und ggf. auch Arbeitsunfähigkeit zu verbessern. Moderne Operationsverfahren erlauben es dem erfahrenen Spezialisten nicht nur die Schnitte sehr klein zu halten; er kommt auch ohne wesentliche Schädigung der für die Hüftfunktion wichtigen Muskulatur aus.

Fragen zur Behandlungsmethode

Wie lange hält mein neues Hüftgelenk?

  • Uns heute vorliegende Ergebnisse großer Studien belegen, dass die Haltbarkeit der Prothesen bei unauffälligem Verlauf bei mindestens 15 Jahre liegt.

Muss ich nach der OP in die Reha? 

  • Eine Rehabilitationsmaßnahme ist eine ideale Gelegenheit, das durch die jahrelange schmerzbedingte Minderfunktion gestörte Bewegungsmuster der Hüfte unter professioneller Anleitung nach Ausschaltung der Schmerzen durch die OP zu normalisieren.

Wann kann ich wieder arbeiten? 

  • Bürotätigkeiten können bereits 3 Wochen nach der OP wieder aufgenommen werden. Schwerere körperliche Arbeiten sollten 6 Wochen warten, damit eine Einheilung der zementfreien Prothese erfolgen kann.
letzte Aktualisierung: 25.01.2010
Autor - Dr. med. Jens-Ulrich Otto 
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