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Meniskuschirurgie - Hintergrund

Meniskuschirurgie

Die Menisken sind „halbmondförmige Unterlegscheiben“ auf einem knorpelartigen Gewebe, die wie ein Puffer zwischen Oberschenkelrolle und Schienbeinplateau wirken.

Das Meniskusgewebe unterliegt wie alle anderen Gewebe beim Menschen einer natürlichen Alterung. Dieser Alterungsprozess hängt von der angeborenen Qualität des Gewebes ab. Wie bei manchen Menschen das Gewebe der Venen vorzeitig altert, sich dabei erweitert und somit zur Bildung von Krampfadern führt, können die Menisken vorzeitig erweichen und unter dem Druck des Körpergewichtes platzen. Es ist einleuchtend, dass dieser natürliche Prozess von dem Grad der Belastung im Alltag beeinflusst wird. So ist der vorzeitige Verschleiß der Meniskusscheiben beim Bergarbeiter, der ständig in der Hocke arbeiten muss, als Berufskrankheit anerkannt. Gelöste Meniskusteile „zerkratzen“ die empfindliche Oberfläche des Gelenkkörpers, die einst spiegelnde Oberfläche des Knorpels wird stumpf und erweicht. Dies ist der Ausgangspunkt für eine allmähliche Auflösung des Knorpels bis hin zum Endstadium der Knorpelzerstörung, das als Arthrose bezeichnet wird.

2.7.6-7.jpgSo wie man einen abgefahrenen Reifen beim Auto erst in extremen Situationen spürt, kann ein verschlissener Meniskus über längere Zeit vorhanden sein, bis er schließlich zum Beispiel nach dem Aufstehen aus einer tiefen Hockstellung zu Schmerzen führt. In diesen Fällen findet man bei der Arthroskopie meistens bereits die oben beschriebenen Knorpelschäden. Die arthroskopische Teilentfernung der zerstörten Meniskusteile sollte daher (nach ihrer klinischen Diagnostik auf Grund von Frühsymptomen) nicht auf sich warten lassen. Zwar wird durch die Entfernung der abgelösten Meniskusteile dessen Pufferwirkung verkleinert, jedoch ist die knorpelzerstörende Wirkung der nicht entfernten defekten Meniskusanteile wesentlich gravierender als die Pufferminderung nach Teilentfernung.

Naht

2.7.6.jpgBei unfallbedingten Rissbildungen des Meniskus sollte eine Entfernung nach Möglichkeit vermieden werden. Insbesondere Kreuzbandverletzungen sind häufig mit Meniskusrissen verbunden. Hier finden verschiedene Nahttechniken Anwendung. In Ergänzung zur operationstechnisch allerdings recht aufwendigen Naht finden heutzutage meist selbstauflösende Fixationsmaterialien wie Meniskusschrauben oder -pfeile Verwendung. Diese verkürzen im Gegensatz zur Nahttechnik die Operationszeit beträchtlich. In jüngster Zeit sind auch raffinierte Nahttechniken mit kleinen Ankern entwickelt worden (Fastfix®), die ohne jeglichen zusätzlichen Schnitt auskommen, wie dies für normale Nahttechniken erforderlich wäre.

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letzte Aktualisierung: 04.02.2012

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Dr. med. Hans H. Pässler

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