Vergleich von operativer und konservativer Therapie einer vorderen Kreuzbandruptur
Bei einer operativen Versorgung wird ein Band durch eine Sehne (zwei unterschiedliche Strukturen) ersetzt. Dies birgt die Problematik, dass diese Sehne nie zum Band wird und auch nicht die Rezeptoren eines Kreuzbandes besitzt.
Des Weiteren schädigt man durch die Sehnenentnahme einen gesunden Muskel, der bei verletztem Knie wichtig für die Stabilisierung ist. Zudem wird die gestörte Muskulatur durch die Blutsperre bei der Operation zusätzlich geschwächt.
Im Gegensatz zur operativen Versorgung, bei der der Patient mit einer Heildauer von 9 bis 12 Monaten rechnen muss, kann nach konservativer Therapie nach 7 Monaten eine vollständige Ausheilung erreicht werden. Die konsequente, intensive Behandlung (3-4 mal je Woche) in geübten und erfahrenen Händen spielt hierfür – wie auch nach operativer Versorgung – eine entscheidende Rolle.
Dr. med. Andreas Gröger
Dipl. Sportwiss. Angela Mang
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