Wie läuft die Gen-Therapie zur Arthrosebehandlung ab?
Mit fortschreitender Entwicklung der Gentherapie wurde Ende der 90er Jahre ein Verfahren zur Produktion des körpereigenen Anti- Interleukin-1 „im Reagenzglas“ entwickelt. Hierfür wird dem Patienten in einer speziell präparierten Spritze Blut entnommen. In einem gen-technischen Labor werden die Blutzellen stimuliert, um eine hohe Konzentration von Anti-Interleukin-1 zu bilden.
Anschließend werden die Blutzellen von den flüssigen Bestandteilen des Blutes (Serum), in welchem sich das Anti-Interleukin-1 befindet, getrennt. Insgesamt werden 6-8 mal 2 ml dieses Serums im Abstand von jeweils einer Woche vom Arzt direkt in das Schultergelenk gespritzt. Das Anti-Interleukin-1 ist nun in genügend hoher Konzentration im Gelenk vorhanden, um die Anlagerung des knorpelzerstörenden Interleukin-1 zu verhindern und somit die schmerzhafte Zerstörung der Gelenkknorpelflächen aufzuhalten.
Als Autor anmelden
|
zum Anfrageformular