Zur
Chirotherapie gehören ärztliche Maßnahmen zur
Mobilisierung fibrös versteifter Gelenke durch
manuelle Dehnung (unter bestimmten Bedingungen in Narkose) und das
manuelle Redressement von Deformitäten (z.B. beim angeborenen Klumpfuß).
Die
Chirotherapie bedient sich
bestimmter Handgriffe zur
Behandlung funktioneller Gefügestörungen von Gliedmaßen- und Wirbelgelenken. Die Manipulationen beschränken sich dabei entweder auf den natürlichen Bewegungsspielraum des betreffenden Gelenkes, oder sie führen, meist mit einem hörbaren Knackgeräusch, zur kontrollierten Überschreitung der physiologischen Mobilitätsgrenze. Dabei lösen sie mechanische Sperrmechanismen (Blockierungen) und mobilisieren über eine Dehnung des Kapsel- und Bandapparates den lokalen Reflexmechanismus.
Diese
Therapie setzt
spezielle Kenntnisse und subtile Beherrschung ihrer Indikationen und Techniken voraus. Strenge
Gegenanzeigen sind entzündliche Erkrankungen und Tumoren,
Osteoporose und mögliche Nerveneinklemmungen (Nucleus-pulposus-Prolaps!).
Zur manuellen
Therapie zählen auch
krankengymnastische passive Bewegungsübungen. Sie verbessern die Beweglichkeit von Gelenken und lindern chronische Schmerzen bei Spannungszuständen.
letzte Aktualisierung: 03.02.2012