Nachsorge bei einer Amputation
Unmittelbar
postoperativ erfolgt die Wickelung des Stumpfes. Dabei ist darauf zu achten, dass bei Durchblutungsstörungen der Druck besonders über Knochenvorsprüngen nicht zu stark ist. In den ersten 14 Tagen sind täglich mindestens 4 x/Tag Kontrollen nötig.
Bei Amputationen nach Unfall bzw. Tumor wird von unten nach oben zur Ödemprophylaxe mit abnehmendem Druck gewickelt.
Nach der Amputation bedarf es dringend einer optimalen prothetischen Versorgung und dem Training mit und ohne
Prothese in einer kompetenten Rehabilitationsklinik.
Es ist dringend zu empfehlen, die prothetische Erstversorgung im Team (Arzt mit prothesentechnischer Erfahrung, Krankengymnasten, möglichst heimatnaher Orthopädie-techniker) durchzuführen. Die Zweitversorgung kann dann auf der Basis der Erstversorgung vom Orthopädietechniker am Heimatort erfolgen.
Die Vorstellung, eine teure
Prothese löst das Gangproblem von allein, ist eine absolute Fehlvorstellung. Es bedarf mit jeder Art von
Prothese des Erlernens eines neuen Gangbildes unter fachmännischer Kontrolle.
letzte Aktualisierung: 16.05.2012
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