Behandlung der Nierenbeckenentzündung
Die Therapie richtet sich nach der Schwere der Erkrankung. Dabei gilt, dass eine wirksame Antibiotikatherapie so früh wie möglich zum Einsatz kommen sollte. Bei beginnender Entzündung mit unverändertem Allgemeinbefinden reichen in der Regel
Antibiotika zum Einnehmen und körperliche Schonung. Bei schwerwiegenden Befunden mit drohender oder bereits vorliegender Blutvergiftung (ca. 60 % der Fälle) muss der Patient stationär aufgenommen werden. Bettruhe, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Einleitung einer sofortigen antibiotischen Abdeckung als Infusion mit einem breit wirkenden
Antibiotikum sind maßgeblich. Zudem werden fiebersenkende und entzündungshemmende Maßnahmen eingesetzt. Eine Infektionen begünstigende Harnabflussstörung (z.B. infolge eines Harnleitersteines, Blasenrestharn) muss dringend behoben werden, indem der infizierte Urin über einen Harnleiterkatheter oder über eine sog. Nierenfistel ungehindert abfließen kann.
Die meisten Nierenbeckenentzündungen heilen unter diesen Maßnahmen folgenlos ab.
letzte Aktualisierung: 08.05.2013
Artikelinformationen zu Nierenbeckenentzündung (Akute Pyelonephritis)