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Nervenentzündungen - Hintergrund / Einleitung

Die Nervenentzündung wird als Neuritis bezeichnet. Durch die unterschiedlichen Versorgungsbereiche der Nerven können sich Nerven- und Nervenwurzelentzündungen in verschiedenen Bereichen der Arme, Beine, des Rumpfes oder auch des Gesichtes abspielen.

Die Nerven führen sowohl Fasern für das Empfinden von Gefühlen (z.B. Tastsinn, Wärme, Kälte) und auch Fasern, die für die Bewegung von Muskeln erforderlich sind. Eine Sonderform sind so genannte vegetative Fasern, also Fasern, die z.B. für die Steuerung der Schweißsekretion oder die Steuerung der Durchblutung verantwortlich sind.

Sonderformen der Nervenentzündung

Gürtelrose
Die Gürtelrose ist eine durch den Varizella-Zoster-Virus verursachte Nervenentzündung. Nach einer meist in der Kindheit erfolgten Infektion mit Windpocken verbleiben die Viren im Körper in speziellen Nervenzellansammlungen, den sog. Spinalganglien. Nach einer erneuten Infektion mit dem Varizella-Zoster-Virus (meist im Erwachsenenalter und bei abwehrgeschwächten Personen) wandern die Viren aus den Ganglienzellen heraus in den zugehörigen Nerven und führen zu einer umschriebenen Entzündung, der sogenannten Gürtelrose, die zunächst mit Missempfindungen und Brennschmerzen, später mit Pustelbildung einhergeht.

In dieser Phase ist die Erkrankung ansteckend. Auch nach Abklingen der Hauterscheinungen können Gefühlsstörungen und Schmerzen verbleiben. Der Name Gürtelrose stammt von Nervenentzündungen im Bereich des Rumpfes aufgrund des ringförmigen Verlaufes der Nerven um den Körper – ähnlich einem Gürtel. Diese Nervenentzündungen gibt es aber auch an Armen, Beinen und im Gesicht.

Nervenentzündung

 

 

 

 

 

Guillain-Barre-Strohl-Syndrom (GBS)
Das GBS ist eine nach den Erstbeschreibern benannte Erkrankung, die durch eine aufsteigende Lähmung gekennzeichnet ist. Betroffen sind Nerven und Nervenwurzeln. Typischerweise klagen die Betroffenen nach einer durchgemachten entzündlichen Erkrankung, z.B. einer Grippe, über Missempfindungen in den Füßen oder auch Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule, gefolgt von einer rasch aufsteigenden Lähmung, möglicherweise bis zur Atemmuskulatur. Der Betroffene muss unter Umständen beatmet werden. 

Die Behandlung erfolgt bei raschen Verläufen durch die Gabe von Medikamenten, die die körpereigene Abwehr verbessern, sog. Immunglobulinen, da dieser Erkrankung eine fehlgesteuerte Reaktion des Körpers, bei der sich vom Körper gebildete Abwehrstoffe gegen die eigenen Nervenzellen richten, zugrunde liegt. Die Erkrankung bessert sich meist von selbst, kann jedoch bis zu einigen Monaten andauern.

letzte Aktualisierung: 04.02.2010
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