
Die Behandlung der Multiple Sklerose hat sich im Laufe der Jahre grundlegend gewandelt. Während um die Jahrhundertwende Schlafkuren durchgeführt wurden, sind später bestimmte Diätbehandlungen (z.B. Ewers-Diät, die zum Teil auch heute noch propagiert wird, aber keinen Erfolg hat) angeraten worden.
Heute richtet sich die Behandlung von Multiple Sklerose vordergründig nach dem Verlauf. In einem Schub wird mit einer hohen Dosis eines entzündungshemmenden Medikamentes (Prednisolon) eine rasche Abheilung der Entzündung angestrebt. Um einer Verschlechterung der Multiplen Sklerose im Verlauf der Erkrankung vorzubeugen, werden Substanzen eingesetzt, die auf das Immunsystem wirken (bestimmte sog. Beta-Interferone) und ein Fortschreiten der Erkrankung verhindern sollen. Dadurch treten die Schübe seltener auf und die Schwere der Schübe wird reduziert.
Diese Therapie ist sehr kostenintensiv, für viele Patienten aber segensreich. Bringt diese Behandlung keine Erfolge oder ist die Erkrankung bereits zu weit fortgeschritten, können Medikamente, die Zellteilungsmechanismen hemmen (sog. Zytostatika, siehe unter Tumorbehandlungen), eingesetzt werden.
Weiterhin spielen die Physiotherapie und rehabilitative Maßnahmen bei Multiplen Sklerose eine wichtige Rolle.
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