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Der Migräneanfall läuft in drei Phasen ab. Er entwickelt sich über Stunden bis maximal 2 Tagen. Die Gehirngefäße verengen und erweitern sich, dabei wird ein entzündlich wirkendes Gewebshormon (Serotonin) freigesetzt. Der genaue Mechanismus ist nicht bekannt.
1. Phase:
Die Aura bezeichnet Symptome, die dem eigentlichen Kopfschmerz mit vielgestaltigen neurologischen Ausfällen vorausgehen:
2. Phase:
Der dann einsetzende Kopfschmerz wird als pulsierend, drückend, meist seitenbetont, aber auch mit Schmerzen im Nacken- oder Schläfenbereich angegeben. Es bestehen Licht- und Geräuschempfindlichkeit.
Weitere Anzeichen können sein:
3. Phase:
In der Rückbildungsphase gehen die Kopfschmerzen zurück. Der Patient fühlt sich müde und erschöpft. Neurologische Ausfälle sind nicht mehr nachweisbar. Eine Migräne kann mitunter einige Tage anhalten.
Akutbehandlung
Im Migräneanfall werden schmerz- und entzündungshemmende Mittel wie z.B. ASS° (Acetylsalicylsäure) schon bei den ersten Anzeichen gegeben. Auch werden sog. Triptane verabreicht. Kombinationsformen von Schmerzmitteln sind möglich, aber auch bestimmte Antirheumatika (Ibuprofen) oder Serotoninantagonisten (Mittel, die dem Gewebshormon Serotonin entgegenwirken). Ergotaminpräparate kommen heutzutage seltener zum Einsatz. Gleichzeitig werden Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen gegeben.
Vorbeugung
Bei häufig auftretenden Migräneanfällen kann eine Dauereinstellung mit Medikamenten, die die Häufigkeit der Migräneanfälle mindern und die Attacken mildern sollen, erfolgen. Mögliche auslösende Faktoren einer Migräne (wie Rotwein, Schokolade, Käse oder Nikotin) sollten gemieden werden.
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