Therapiemöglichkeiten bei einer Dystonie
Derzeit lassen sich bei der Behandlung einer Dystonie drei Therapieoptionen unterscheiden:
- Orale medikamentöse Therapie
- Botulinumtoxin-Therapie
- Tiefe Hirnstimulation
Orale medikamentöse Therapie bei einer Dystonie
Bei der medikamentösen
Therapie sollte man den Erkrankungsgrad und -beginn der Dystonie berücksichtigen. Grundsätzlich stehen eine Reihe verschiedener Medikamente zur Behandlung einer Dystonie zur Verfügung: L-Dopa, Anticholinergika, Baclofen, Benzodiazepine, Dopaminspeicherentleerer wie Reserpin und
Neuroleptika. Das Ansprechen auf die oral medikamentöse Behandlung ist oft unbefriedigend und erfordert dann weitere therapeutische Maßnahmen.
Botulinumtoxin-Therapie bei einer Dystonie
Die Botulinumtoxin-
Therapie wird seit mehreren Jahren sehr erfolgreich zur Behandlung der Dystonie eingesetzt. Mittlerweile gilt diese in den meisten Fällen einer Dystonie als Mittel der ersten Wahl. Das Botulinumtoxin ist ein Nervengift, welches niedrig dosiert in die betroffene Muskulatur eingespritzt wird und zu einer leicht lähmenden Wirkung der Muskelaktivität führt. Häufig kommt es in der Folge zu einem Rückgang der durch die Dystonie verursachten Beschwerden - ein Zustand, der über mehrere Monate (ca. 2 bis 4 Monate) anhalten kann. In der Langzeitbehandlung kann es jedoch zu einer „Immunisierung“, d.h. zu einem Nachlassen des Therapieeffektes, kommen.
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Tiefe Hirnstimulation bei einer Dystonie
Bei einer Dystonie, die weder auf Medikamente noch auf eine Botulinumtoxin-
Therapie ausreichend anspricht, steht seit Ende der 1990er Jahre die „Tiefe Hirnstimulation“, auch Hirnschrittmacher-
Therapie genannt, als wirksames Therapieverfahren zur Verfügung. Bei der Tiefen Hirnstimulation werden zwei Elektroden in die überaktive Region des Gehirns implantiert, um dort mittels gezielt gesteuerter elektrischer Impulse im Sinne eines „Störsenders“ die krankhaften Informationen zu unterdrücken.
letzte Aktualisierung: 04.02.2012
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