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Nerventumor-Operation - Erläuterung der Untersuchung

Wie und wann wird ein Nerventumor entdeckt?


Jeder Hauptnerv an Arm oder Bein hat motorische Funktionen mit Auswirkungen auf eine bestimmte dem Nerv zugeordnete Muskelgruppe sowie sensible Funktionen, bei denen ganz bestimmten Hautabschnitten Berührungsempfinden, Schmerzwahrnehmung, Temperaturwahrnehmung etc. zugeordnet sind. Die überwiegend gutartigen Nerventumore wachsen sehr langsam. Die Beeinträchtigung der vielen tausend Nervenfasern im Inneren des peripheren Nerven mit langsam zunehmenden Beeinträchtigungen der soeben geschilderten Funktionen entsteht dann ebenso langsam. Dies ist der Grund, warum es immer wieder viele Jahre dauert, bis überhaupt der Verdacht auf eine Nervenbeeinträchtigung entsteht, und noch länger, bis ein Nerventumor wirklich entdeckt wird.

Symptome beim Nerventumor


Für den Betroffenen steht über lange Zeit eher ein Schmerz im Vordergrund, den er dann wahrnimmt, wenn eine von außen kommende mechanische Einflussnahme Arm oder Bein an der Stelle trifft, an der ein Nerventumorwachstum besteht. Der Schmerz ist vergleichbar mit dem allen bekannten Phänomen des „Musikantenknochens“ - wenn man sich also in der Region des Ellenbogens stößt und einen elektrisierend in den Kleinfinger herunter strahlenden Schmerz wahrnimmt. Wir können Herkunft und Verursachung dieses durch mechanische Beeinträchtigung auslösbaren Schmerzes nicht exakt bzw. verstehbar definieren und müssen es also als Tatbestand akzeptieren.



Ein Nerventumor verursacht also einen als elektrischen Stromschlag empfundenen Schmerz, der mechanisch auslösbar ist und im spezifischen sensiblen Versorgungsgebiet des vom Tumor betroffenen Stammnerven wahrgenommen wird. Funktionelle Ausfälle motorischer oder sensibler Natur, wie wir sie nach Nervenverletzungen mit Zerreißung der Nervenkontinuität immer wieder sehen, sieht man beim Nerventumor erst sehr spät.

Untersuchung und Diagnose eines Nerventumors


Erfahrungsgemäß ist es von ärztlicher Seite schwer, erst einmal die Vermutung zu entwickeln, dass hinter einem Beschwerdegeschehen ein Nerventumor stehen kann. Wenn aber dann einmal die Idee entwickelt wurde, helfen uns Methoden der heutigen Bildgebung zur Erstellung der endgültigen Diagnose: das ist die Ultraschalluntersuchung (Sonographie) und die Kernspintomographie (MRT).

Ergänzende apparative Untersuchungen durch den neurologischen Arzt mittels Messungen der Nervenleitgeschwindigkeit und Ableitung elektrischer Potentiale aus bestimmten eventuell betroffenen Muskelgruppen haben zur Diagnosefindung im Gegensatz zu Fällen nach Nervenverletzung nur geringe Bedeutung. Entscheidend ist nur, der Schmerzschilderung des Patienten Glauben zu schenken, also dem mechanisch produzierbaren Schmerz in Abhängigkeit von seinem Ausstrahlungsgebiet einen verantwortlichen Hauptnerv zuzuordnen und dann den bildgebenden Beweis zu veranlassen.
letzte Aktualisierung: 07.05.2013

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