Fazit
Nerventumore sind überwiegend gutartig und wachsen sehr langsam. Im Falle von Neurinomen und Neurofibromen wachsen sie solide und von Schwann’schen Zellen der Nervenscheide ausgehend. Im Falle von Zysten bzw. Pseudozysten füllen sich die eingekapselten Strukturen nur zunehmend mit Flüssigkeit. Trotz dieser positiven Aussagen ist die operative Behandlung eines Nerventumors eine Herausforderung für den Operateur, welcher sich Zeitaufwand und Sorgfalt abverlangen muss und mikrochirurgische instrumentelle Voraussetzungen bieten muss.
Unter diesen Bedingtheiten ist die operative Entfernung von Nerventumoren oder Zysten im peripheren Nerven immer indiziert, denn unnützes Abwarten verschlechtert natürlich erheblich die Chancen. Je größer ein Nerventumor geworden ist, desto weniger kann auch die
Mikrochirurgie die Kontinuität des Hauptteiles aller Nervenfasern innerhalb des betroffenen Nervs sicherstellen. Es gibt also kein Argument, mit dem wiederholt beobachtetes reines Abwarten begründet werden kann.
letzte Aktualisierung: 17.06.2013
Artikelinformationen zu Nerventumor-Operation