Welche Nebenwirkungen haben die einzelnen Therapiemöglichkeiten?
Nach Operation der Brust können Narben, kosmetische Veränderungen und Schmerzen auftreten. Durch Entfernung der Achsellymphknoten und durch evtl. notwendige
Bestrahlung der Lymphabflusswege besteht das Risiko einer Lymphstauung, die zu einer Verdickung des Arms führen kann (Lymphödem). Hier können entstauende Maßnahmen helfen (
Lymphdrainage). Häufige Nebenwirkungen der
Chemotherapie sind Übelkeit und Erbrechen, die sich allerdings mit wirksamen Medikamenten heute gut bekämpfen lassen, und ein vorübergehender
Haarausfall. Sowohl durch Chemotherapie als auch durch Hormon- bzw. Antihormontherapie wird bei jüngeren Patientinnen die Funktion der Eierstöcke beeinträchtigt und sie kommen in die
Wechseljahre mit den entsprechenden Symptomen. Welche Behandlung hier in Frage kommt, muss individuell entschieden werden.
Langfristige Behandlung mit Tamoxifen, einem Östrogengegenspieler (Antiöstrogen) kann evtl. das Risiko der Erkrankung an einem bösartigen Tumor der Gebärmutterschleimhaut erhöhen. Eine Strahlenbehandlung ist in der Regel sehr gut verträglich, selten treten Hautreizungen und ein Ödem der Brust auf, die Veränderungen sind meist nur vorübergehend.
letzte Aktualisierung: 06.05.2013