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Die Debatte um Arztbewertungen im Internet schlägt hohe Wellen. Auslöser ist die geplante Initiative der AOK einen Ärzte-Navigator einzuführen. Die gesetzliche Krankenkasse plant bis 2010 ihren Versicherten die Bewertung von Ärzten im Internet zu ermöglichen. medfuehrer.de bietet schon jetzt, was Krankenkassen erst noch aufwendig entwickeln wollen.
Seit mehreren Jahren stellt medführer, der Fachverlag aus Heidelberg, Informationen rund um die Gesundheit im Internet zur Verfügung. Neben einer umfangreichen Arzt- und Kliniksuche und detaillierten Informationen zu Krankheiten und Behandlungen, können Patienten seit 2008 auf medfuehrer.de auch Ärzte bewerten. Der zugrunde liegende Fragenkatalog wurde in Zusammenarbeit mit der Universität Trier entwickelt und in einer diesjährig erschienen Studie der Universität Erlangen-Nürnberg am besten bewertet. Kritikpunkte wurden aufgegriffen, sodass die medführer Arztbewertung nun weitgehend dem Fragenkatalog des „Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin“ folgt.
In der Initiative seitens der AOK ein eigenes Bewertungsportal zu eröffnen, sehen die Betreiber von medfuehrer.de Chancen aber auch Probleme. In einem Radio-Interview gegenüber dem MDR wies Jörg Seidler, Internetleiter bei medführer, auf die Gefahr weiterer Zersplitterung hin. Er empfiehlt interessierten Krankenkassen mit den bereits bestehenden Bewertungsportalen zu kooperieren, da die wichtige Erreichung einer kritischen Masse an Bewertungen je Arzt ansonsten in weite Ferne rücke. Auch das Kostenargument spreche für eine Kooperation mit bereits bestehenden Bewertungsportalen, wie dem von medfuehrer.de. |