Behandlung des malignen Melanoms
Wurde ein verdächtiges Mal chirurgisch entfernt und die Diagnose eines malignen Melanoms gestellt, ist abhängig von der Tumordicke (maximaler vertikaler Tumordurchmesser) eine weitere Nachexzision mit einem Sicherheitsabstand nötig. Abhängig von der Eindringtiefe können weitere Untersuchungen wie Lymphknotensonografie, Röntgendiagnostik,
Computertomografie,
Magnetresonanztomografie und die Sentinellymphknotenbiopsie erfolgen. Diese Untersuchungen bestimmen die Stadieneinteilung und sind für
Prognose und Therapie der Erkrankung entscheidend.
Im Gegensatz zum weißen
Hautkrebs metastasiert das maligne Melanom frühzeitig. Bei Befall eines Sentinellymphknotens erfolgt im Allgemeinen die Ausräumung der jeweiligen Lymphknotenstation. Bei regionären Lymphknotenmetastasen ist ebenfalls die radikale Ausräumung dieser Lymphknotenstation das Mittel der Wahl. Abhängig von Tumordicke und Lymphknotenmetastasierung kann nach vollständiger Operation eine zusätzliche (adjuvante)
Immuntherapie mit
Interferon-α von Vorteil sein.
Hat ein malignes Melanom bereits
Fernmetastasen an
Haut, inneren Organen, Knochen oder Gehirn gebildet, ist keine dauerhafte Heilung zu erwarten. Hier ist eine Behandlung mittels
Chemotherapie und/oder
Strahlentherapie möglich. Bei der Auswahl der Maßnahmen muss zwischen der Belastung für den Patienten und dem zu erwartenden Ergebnis abgewogen werden. Aktuell bewähren sich neue Strategien, die den Tumor mittels Aktivierung des Immunsystems bekämpfen oder direkt in die Wachstumskontrolle der Tumorzellen selbst eingreifen.
Warum sollte die Behandlung eines malignen Melanoms in einem Hautkrebszentrum erfolgen?
Die Behandlung des malignen Melanoms erfolgt stadienabhängig je nach Fortschreiten der Erkrankung. Ein Hautkrebszentrum garantiert dem Patienten die Behandlung durch Experten, die sich tagtäglich mit dieser Erkrankung auseinandersetzen. Ein zertifiziertes Hautkrebszentrum wird durch unabhängige Gutachter geprüft und garantiert die dem aktuellen Wissensstand entsprechend beste Therapie. Zusätzlich besteht häufig die Möglichkeit, an klinischen Studien teilzunehmen und so neue, erfolgversprechende Therapien zu erhalten.
letzte Aktualisierung: 18.06.2013
Artikelinformationen zu Malignes Melanom